Der tschechische 3D-Drucker-Hersteller Prusa stellt auf der Expo 2020 in Dubai sein „Automated Farm System“ für die vollautomatische Kleinserienproduktion vor. Dazu wurden 34 CoreXY-3D-Drucker von Prusa in ein System integriert, die nun über die Software „Prusa Connect“ gesteuert werden. Besucher können sich mit einer selbst entworfenen Schneeflocke, die sie anschließend drucken konnten, von der Leistungsfähigkeit des Systems überzeugen.

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Das 3D-Druck-Unternehmen Prusa hat eine modulare Druckfarm entwickelt, die noch bis Ende März 2022 auf der Expo 2020 in Dubai zu sehen ist. Das Automated Farm System (AFS) eignet sich für große Universitäten, Ingenieurbüros, On-Demand-3D-Druck-Servicebüros, Ersatzteilehersteller und alle, die von vollautomatischen Kleinserienproduktionen profitieren. In Dubai erleben Besucher den voll funktionsfähigen Prototypen mit 34 CoreXY Original Prusa 3D-Druckern.

Josef Prusa sagte:

„Wir wollten schon immer die Produktion automatisieren, aber es gab nie die Möglichkeit dazu. Dies hat sich vor etwa drei Jahren geändert. Wir wurden mit der Idee angesprochen, Tschechien auf der EXPO 2020 in Dubai zu vertreten – vorausgesetzt, wir hätten etwas „Next-Gen“ zu zeigen. Es war die richtige Gelegenheit, kopfüber in unsere Pläne für unsere neue 3D-Druckfarm einzutauchen.“

» Mehr zum Thema: Hier blickt Prusa auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück.

Details zum „Automated Farm System“ von Prusa

Das AFS von Prusa besteht aus 34 Desktop-3D-Druckern vom Hersteller Prusa, einer speziell entwickelten Farmmanagement-Software und einem automatischen Teilesammel- und Liefersystem. Jeder Drucker steht in einem würfelförmigen Rahmen, damit ein kompaktes System gebildet wird. Fällt ein Drucker kurzfristig aus, kann in wenigen Minuten ein neuer installiert werden.

Es müssen nicht exakt 34 3D-Drucker sein, um das AFS zu nutzen. Prusa möchte für die skalierbare Druckfarm zudem mehrere Optionen für das Entladen von Teilen entwickeln. Prusa Connect, die Software zur Steuerung des AFS, wurde für eine umfassende Kontrolle der Druckfarm entwickelt. Sie bietet einige intelligente Funktionen für einen automatisierten 3D-Druck-Workflow.

3D-Druck mit dem AFS

Wird ein Modell zum Drucken ausgewählt, wählt Prusa Connect automatisch den besten Drucker für den Auftrag und verfolgt gleichzeitig aktive Druckaufträge, Statistiken, verbleibende Druckzeiten und andere wichtige Parameter.

Ist der Bau abgeschlossen, sendet die Software einen mechanischen Arm, um den Druckbogen zu entnehmen und in die Sammelbucht zu bringen. Dort wird das Teil abgenommen und in den Sammelbehälter gelegt. Der Arm bringt das Blatt zum Drucker zurück und der nächste Druck kann starten.

Prusa wird das AFS in seinem Hauptsitz einen mehrmonatigen Stresstest unterziehen. Erste Einheiten sollen im Jahr 2022 ausgeliefert werden. Die Drucker der Druckfarm sollen mit den Serviceverträgen rund 3.000 USD (rund 2.590 EUR) pro Gerät kosten.

Video zur Prusa 3D-Drucker-Farm aus dem Jahr 2018

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