Ein Forscherteam der Technischen Hochschule Nürnberg arbeitet an der Entwicklung eines kostengünstigen 3D-Druckers für die Industrie. Das Forschungsprojekt „Wirtschaftliches Additive Manufacturing durch modulare Maschinen-konzepte für Kleinserienproduktion in KMU“, von Prof. Dr. Michael Koch, entwickelt einen 3D-Drucker, der die industriellen Anforderungen erfüllt, jedoch zugleich für kleine und mittelständische Unternehmen preislich erschwinglich ist. Das Forschungsziel sind Fertigungsanlagen in modularer Bauweise, mit der es möglich ist, Anlagen für die additive Fertigung stufenweise auszubauen.

Modularer 3D-Drucker
In Entwicklung: Modularer 3D-Drucker der Technischen Hochschule Nürnberg (Bild © Oliver Kussinger; th-nuernberg.de).

Wie Koch auf der Website der TH Nürnberg erklärt, kann für einen relativ niedrigen Anschaffungspreis eine Anlage auf Industrieniveau umgesetzt werden, die durch zusätzliche Module in ihrer Funktion erweitert werden kann. Zum Beispiel könnten Pick-and-Place-Systeme für Metall-Inserts bei Bedarf integriert werden.

Austauschbare Druckköpfe erlauben es, unterschiedliche Materialien effizient zu verarbeiten und mit der Integration weiterer Achsen ließe sich die Flexibilität des 3D-Druckers erhöhen.

Die Wissenschaftler analysieren die Unternehmensprozesse als Grundlage zur Entwicklung ihres 3D-Druckers und arbeiten mit Industriepartnern zusammen. Die industriellen Partner bringen den 3D-Drucker nach seiner Fertigstellung auf den Markt, entwickeln ihn weiter oder setzen ihn selbst ein.

3D-Drucker sind für kleine und mittelständische Unternehmen derzeit mit oft zu hohen Anschaffungskosten verbunden oder es fehlen die notwendigen Kompetenzen im Unternehmen, den 3D-Drucker effizient einzusetzen. Das soll sich ändern. Immer mehr Firmen aus der Metallindustrie investieren in den 3D-Metalldruck. Vor allem in der Luftfahrtindustrie, Schiffbau, Automobilindustrie und der Raumfahrt wird der 3D-Druck bereits sukzessive erfolgreich eingeführt oder erprobt.

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