Das britische Unternehmen Enable Manufacturing hat ein Vakuum-Additiv-Gussverfahren entwickelt, das bis zu fünfzehnmal günstiger als herkömmliche Metall-3D-Druckverfahren sein soll. Die Herstellungskosten für 3D-gedruckte Metallteile wären damit 80% günstiger als bei der Herstellung mit direktem Metall-Lastersintern (DMLS). Wir stellen das Verfahren vor.

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Ein neues Vakuum-Additiv-Gussverfahren soll Metallteile in einem Bruchteil der Kosten des direkten Metall-3D-Drucks herstellen. Entwickelt wurde es vom britischen 3D-Druck-Dienstleister Enable Manufacturing. Das Verfahren basiert laut einer Pressemitteilung von Enable Manufacturing auf einem hybriden Ansatz für 3D-Druck-Formen und -Muster für Gussteile. Es verwendet zudem eine Vakuumgusstechnik, mit der Metalle in feine Strukturen gezogen werden und die Fertigung hoch komplexer und kleiner Teile mit dünneren Wänden kostengünstiger als bei traditionellen Metallherstellungsverfahren oder Metall-3D-Druckverfahren möglich ist.

Details zum Verfahren

Der Metall-3D-Druck beschleunigt die Prototyping-Prozesse und wird in der Regeln auch bei der Herstellung von Endanwendungsteilen akzeptiert. Die begrenzte Auswahl an Materialien im Vergleich zu herkömmlichen Prozessen beeinträchtigt den Metall-3D-Druck am Vorankommen. Die neue additive Gusstechnologie des Unternehmens bietet Enable zufolge das Beste aus zwei Welten. Mit dem Vakuum-Additiv-Gussverfahren können kleine und hoch komplizierte Teile für Rapid-Prototyping-Anwendungen oder Teilevolumen bis zu 100.000 hergestellt werden.

Phil Kilburn, Vertriebsleiter bei Enable Manufacturing, sagte:

„Mit dem Hinzufügen von Vakuumadditivguss zu unserem Prozessportfolio haben wir jetzt ein komplettes Angebot für die Herstellung von Metallteilen von nur wenigen Gramm bis zu 60 Tonnen. Bei einem Kostensenkungspotenzial von 80% oder mehr im Vergleich zum direkten 3D-Metalldruck sind wir zuversichtlich, dass viele Fertigungsunternehmen von unserem neuen Vakuumadditivgussverfahren profitieren werden.“

Preisvergleich Vakuumadditivguss und DMLS

Vergleich der Preise DMLS günstig, teuer und Vakuumadditivguss
Der Preisvergleich zeigt, dass herkömmliches Metalllasersintern um bis zu fünfzehnmal teurer sein kann als die Herstellung mit dem Vakuumadditivgussverfahren (im Bild: Grafik zum Preisvergleich)(Bild © Enable Manufacturing).

Eine Gitterstruktur mit einer Wandstärke von 1,5 mm kostet mit dem Vakuumadditivgussverfahren um 80% weniger als mit dem direkten Metalllasersintern (DMLS). Wird das Gitter durch additives Gießen hergestellt, kostet es circa 400 GBP (464 EUR) pro Teil. Mit DMLS kostet es mindestens 2.000 GBP (2.319 EUR). Der höchste DMLS-Preis liegt bei 6.000 GBP (6.956 EUR) und ist somit fünfzehnmal teurer als das vakuumadditive Gießen.

Neben dem Vakuumadditivgussverfahren gibt es außerdem den Investitionsadditivguss für Teile mit feinen Details bis zu 250 x 250 x 250 mm und Sandadditivguss für große Teile bis zu 60 Tonnen von Enable.

Auch in anderen Bereichen wird auf 3D-Druck für Formen gesetzt. Der MasterPrint 3D-Drucker von Ingersoll Machine Tools half dem Luftfahrtunternehmen Bell Trexton erst vor Kurzem bei der Herstellung riesiger Trimmwerkzeuge für Rotorblätter. University of Maine erhielt zudem 2,4 Mio. USD für den 3D-Druck von Windblattformen für Windkraftanlage aus biobasierten Materialien.

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