Evonik Venture Capitals hat ein Investment in das Pharma-3D-Druck-Unternehmen Laxxon Medical bekanntgegeben. Laxxon Medical aus den USA hat eine eigene 3D-Siebdruck-Technologie für den 3D-Druck von Medikamenten entwickelt. Evonik und Laxxon Medical haben in dessen Rahmen eine Produktentwicklungs- und Kooperationsvereinbarung beschlossen, auf Basis derer Evonik Tabletten für Laxxon mit 3D-Druck herstellen wird.

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Evonik Venture Capital, die Corporate-Venture-Capital-Einheit des Chemiekonzerns Evonik, investiert laut einer Pressemitteilung, die das 3D-grenzenlos Magazin erreicht hat, in das Pharmaunternehmen Laxxon Medical. Laxxon Medical hat eine neuartige 3D-Druck-Siebdruck-Technologie entwickelt, mit der strukturierte Tabletten hergestellt werden können. Damit soll eine kontrollierte Freisetzung pharmazeutischer Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg möglich sein. In eine Tablette können mehrere Inhaltsstoffe kombiniert werden. Die zielgenaue Abgabe der Wirkstoffe in den neuartigen Tabletten soll mit Polymeren von Evonik realisiert werden. Erst vor Kurzem haben wir darüber berichtet, dass CurifyLabs und Natural Machines ihre 3D-Druck-Lösung für personalisierte Medikamente bereits in 2022 auf den Markt bringen wollen.

3D-gedruckte Tabletten von Laxxon

Die 3D-Siebdruck-Technik von Laxxon Medical kann Tabletten mit verschiedenen Schichten anfertigen. Dabei werden aktive und inaktive Schichten kombiniert, wodurch mehrere Dosen eines Arzneimittels zu unterschiedlichen Zeitpunkten freigesetzt werden. Ein anderes Tablettendesign kombiniert mehrere Medikamente übereinandergeschichtet in einer Tablette. Die Größe, Geometrie, innere Struktur und verwendete Materialien ermöglichen die ideale Kinetik, die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen im Körper für die Freisetzung von Wirkstoffen.

3D-gedruckte Tabletten, mehrere Stück in 10 Behälter verteilt
Evonik investiert in Laxxon Medical, ein Unternehmen, das eine 3D-Druck-Siebtechnologie für die additive Fertigung von Tabletten entwickelt hat (im Bild: 3D-gedruckte Tabletten)(Bild © Laxxon Medical).

Dank der hohen Druckgeschwindigkeit läuft der Prozess schneller als vergleichbare 3D-Druckverfahren ab, wie Laxxon in der Pressemitteilung erklärt. Das macht eine Massenproduktion möglich. Evonik stellt inaktive Substanzen her, die als Vehikel für Medikamente fungieren. Die Tabletten werden mit Polymeren beschichtet, wodurch der Wirkstoff entweder unmittelbar nach dem Schlucken, nach einer bestimmten Verzögerung oder konstant über einen längeren Zeitraum, freigesetzt wird. Die Produkte von Evonik werden künftig in den Druckpasten von Laxxon eingesetzt. Beide Unternehmen haben eine Produktentwicklungs- und Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, auf deren Basis Evonik Tabletten für Laxxon herstellen wird.

Stimmen der Verantwortlichen

Bernhard Mohr, Leiter von Evonik Venture Capital, sagt:

„Für die Patienten ist die Technologie ein großer Gewinn. Die kontrollierte Wirkstofffreisetzung reduziert die Nebenwirkungen und die Menge der Tabletten, die der Patient nehmen muss. Damit sinkt auch das Risiko, ein wichtiges Medikament zu vergessen. Wir freuen uns, Innovationen zu unterstützen, die den Menschen und ihrer Gesundheit echte Vorteile bringen.“

Helmut Kerschbaumer, Mitgründer und Chief Executive Officer von Laxxon, sagt:

„Evonik ist der perfekte Partner, um die Entwicklung von neuartigen Tabletten mit einzigartigen Freisetzungseigenschaften zu unterstützen. Wir freuen uns, eines der weltweit führenden Spezialchemieunternehmen an unserer Seite zu haben, mit dem wir unsere Produkte weiterentwickeln und gleichzeitig kommerziell herstellen können.“

Thomas Riermeier, Leiter des Geschäftsgebiets Heath Care von Evonik, sagt:

„Die Arzneimittelverabreichung wird immer präziser und zunehmend gezielt auf bestimmte Patientengruppen zugeschnitten. Die Zusammenarbeit mit Laxxon wird es uns ermöglichen, unsere Aktivitäten in diesem wichtigen und aufstrebenden Markt zu beschleunigen.“

Wie mit 3D-Druck Tabletten Laxxon Medical entstehen (Video)

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