Logo University of MaineDie University of Maine hat ein bio-basiertes Haus mittels 3D-Druckers erstellt, welches die erste entscheidende Hürde erfolgreich überwunden hat: Es überstand den rauen Maine-Winter problemlos. Das berichtet die regionale Website von „main public„. Dieses Projekt könnte den benötigten Wohnungsbau im Bundesstaat unterstützen und somit zur Lösung der Wohnraumknappheit beitragen.

Das modulare Haus mit einer Fläche von 600 Quadratfuß (ca. 56 Quadratmeter) wurde letzten Herbst auf dem Orono-Campus enthüllt. Bei der additive Fertigung kamen Holzreste als Ausgangsmaterial zum Einsatz. Habib Dagher, der Exekutivdirektor des Advanced Structures and Composites Center der Universität, sagte auf einer Konferenz von MaineHousing in Portland:

„Dann hatten wir 45-below wind chill factors. Erinnern Sie sich? Und wir waren besorgt, wie dieses Haus sich ausdehnen und zusammenziehen könnte. Wird es irgendwo Risse bekommen? Und die gute Nachricht ist, es hat so funktioniert, wie erwartet. Wir haben bisher keine Probleme festgestellt.“

Ein weiteres 3D-gedrucktes Haus soll innerhalb des nächsten Jahres entstehen. Dabei wird, so Dagher, eine Familie darin leben. Das ambitionierte Ziel lautet, ein Haus innerhalb von nur zwei Tagen zu drucken.

Bereits weiteres Vorhaben in Planung

In einem weiteren Vorhaben plant die Universität für nächsten Sommer, den Grundstein für eine neue Fabrik zu legen. Diese wird dazu dienen, Ingenieure auszubilden und die Produktion im 3D-Druck zu steigern. Dagher prognostiziert, dass die Fabrik bis 2026 fertiggestellt sein wird. Sie soll dazu verwendet werden, neun weitere Häuser für ein kleines Wohnviertel zu drucken, welches die Universität in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Penquis entwickelt.

Die Kosten für die Materialien, die für den 3D-Druck des ersten Hauses benötigt wurden, beliefen sich auf 40.000 US-Dollar, wobei die Haushaltsgeräte im Inneren nicht berücksichtigt sind. Dagher merkte dazu an: „Für 40.000 US-Dollar ein fertiges Haus zu haben, das nur noch zusammengeschraubt werden muss, halte ich für einen guten Start. Wir sehen gute Chancen, die Kosten weiter zu senken.“

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