Medizinisches Gerät:

Microfabrica stellt erste Submillimeter-Biopsie-Zange zur Erkennung von Pankreaskrebs vor

 3. Februar 2017  Susann Heinze-Wallmeyer  

Das US-amerikanische Unternehmen Microfabrica hat sich auf den 3D-Druck spezialisiert und stellte vor Kurzem seine zusammen mit US Endoscopy entwickelte Submillimeter-Biopsie-Zange vor. Die Zange soll eine bessere Früherkennung von Krebs ermöglichen.

Pankreascarcinome sind in den USA für ungefähr 7 Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich und machen bei den gesamten Krebserkrankungen einen Anteil von 3 Prozent aus. Sie rangieren somit in den USA auf Platz vier der durch Krebs bedingten Todesfälle. Besonders heimtückisch ist, dass sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs) nicht so einfach erkennen lässt und meist erst dann entdeckt wird, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Somit ist eine Behandlung dieser Erkrankung schwieriger.

Sicher waren auch dies Gründe, die das kalifornische Unternehmen Microfabrica dazu brachten, eine Biopsie-Zange zu entwickeln, mit der der Bauchspeicheldrüsenkrebs leichter zu erkennen sei. Bei der Entwicklung dieser Zange hat sich Microfabrica mit dem Unternehmen US Endoscopy zusammengetan, um das medizinische Gerät mit Hilfe von 3D-Druck herstellen zu können.

Biopsie-Zange im Größenvergleich.
Die Microfabrica Submillimeter-Biopsie-Zange im Größenvergleich. (Bild: © microfabrica.com)

Beide Unternehmen hoffen, dass mit der Gestaltung der Zange die Zuverlässigkeit der Gewebebiopsie im Magen-Darm-Trakt erhöht werden kann. Dazu zählt auch die Biopsie pankreatischer zystischer Läsionen. Eine zuverlässige Biopsie könnte bei der Entdeckung und Behandlung des Bauchspeicheldrüsenkrebses eine entscheidende Rolle spielen.

Der CEO von Microfabrica, Eric C. Miller, äußerte sich zur neu entwickelten Biopsie-Zange folgendermaßen:

„Die Mikrozange von US Endoscopy ist ein unglaublich innovatives Produkt mit mehreren Anwendungen. Das Mikrozangen-Design nutzt unsere einzigartige Fähigkeit, hochkomplexe Geometrien mit höchster Präzision in der Submillimeterskala zu drucken.“

Gewebeclips.
Einzelne Gewebeclips der Biopsie-Zange. (Bild: © microfabrica.com)

Herstellung der Biopsie-Zange

Bei der von Microfabrica hergestellten Biopsie-Zange wird der 3D-Druck leicht abgewandelt. Die 3D-gedruckte Form wird natürlich auf der Grundlage digitaler Modelle erstellt. Zugleich wird es durch ein Halbleiterherstellungsparadigma verbessert. Das bedeutet, dass das Werkzeug sehr präzise arbeitet und eine mikroskalige Metallvorrichtung aufweist. Die Biopsie-Zangen können auch in kommerziellen Mengen hergestellt werden, eine Montage ist nicht notwendig.

Microfabrica selbst bezeichnet sich als produktiver Designer und Lieferant von dringend benötigtem Nischen-Diagnose-, Therapie- und Support-Zubehör, das im Bereich der Endoskopie einsetzbar ist.

Der große Vorteil beim gleichzeitigen Einsatz der 3D-Druck– und Halbleiterprozesse liegt darin, dass sich so Mikroskala-Lösungen schaffen lassen. Bleibt zu hoffen, dass durch den Einsatz der Submillimeter-Biopsie-Zange eine bessere Früherkennung von Krebserkrankungen möglich ist.

Zwei Micro Scharniere.
Mikro-Scharniere im Größenvergleich. (Bild: © microfabrica.com)

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