Von mehreren WGP-Instituten sind zwei Plattformen entwickelt worden, bei der Kunden in Zukunft Roboter-, und 3D-Drucklösungen online bestellen können, vergleichbar mit einer Beauftragung von einem Handwerker über das Portal MyHammer. Die Produktionstechniker der Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) haben zusammen mit anderen Forschungseinrichtungen die Plattformen ROBOTOP und 3D-Print-Cloud BW entwickelt.

Unternehmer sollen künftig auf den beiden Plattformen die Möglichkeit erhalten, für ihre jeweilige Produktion passende Angebote zu nutzen und Fachleute zu finden. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können diese digitalen Gesamtangebote interessant sein. 3D-Druck-, und Roboteranwendungen sind speziell für KMU-Betriebe oft hochkomplex und somit eine Eintrittsbarriere.

Eintrittsbarrieren von KMU in den 3D-Druck und Roboteranwendungen

Basierend auf den steigenden technischen Anforderungen an Verfügbarkeit, Reproduzierbarkeit bzw. Qualität und Sicherheit von industriellen 3D-Druckanwendungen sind oftmals auch umfassende Kenntnisse der Normungslage erforderlich. Der Engineering-Aufwand ist zusätzlich hoch. Auf Grundlage der vorhandenen Prozesse und umgebenden Geräte ist eine Auswahl passender Maschinen für die gewünschten Aufgaben erforderlich.

Die nachfolgende Programmierung und Systemintegration erfordert Expertenwissen, was einen hohen Zeit-, und Kostenaufwand mit sich bringt. Im Ergebnis sind zahlreiche Roboter-, bzw. 3D-Drucklösungen aktuell nicht oder nur sehr eingeschränkt wirtschaftlich für kleine und mittelständische Betriebe. Bei den KMUs sind die Hürden, denen öfter fachliche und finanzielle Mittel fehlen, somit noch höher als für Großkonzerne.

Prototyp von ROBOTOP vorgestellt

Letzten Freitag enthüllten WGP-Wissenschaftler deshalb mit ihren fünf Projektpartnern einen ersten Prototypen von ROBOTOP (robotop-konfigurator.de). Auf Seiten der WGP waren die Institute FAPS (Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionstechnik) der Universität Erlangen-Nürnberg, das wbk (Institut für Produktionstechnik) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die LPS (Lehrstuhl für Produktionssysteme) der Ruhr-Universität Bochum beteiligt. Auf der Online-Plattform, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, erhalten Kunden die Möglichkeit, selbst ohne Vorwissen individuelle Robotik-Anwendungen zu planen, die passenden Module zu erwerben und falls gewünscht mit Fachleuten zu realisieren.

ROBOTROP OsIRIS
OsIRIS, das steht für Online Industrie Roboter Simulation, ist ein Teilprojekt von ROBOTOP (Bild © Infosim GmbH & Co. KG/robotop-konfigurator.de).

Prototyp von 3D-Print-Cloud BW vorgestellt

Auf der AMB in Stuttgart zeigten die WGP-Institute  wbk am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Institut für Werkzeugmaschinen (IfW) Stuttgart den Prototypen der 3D-Print-Cloud BW (3d-print-cloud-bw.com). Die 3D-Print-Cloud BW wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert, die flexible und kundenindividuelle Produktion mit in die Prozesskette integrierten additiven Verfahren zum Ziel hat.

Vorteile beider Plattformen

Zugleich sollen die Produktionszeiten gesenkt und Kosten reduziert werden. Wie Prof. Jürgen Fleischer, Leiter des Instituts für Produktionstechnik (wbk) des KIT in einer Pressemitteilung des WGP erklärte, helfe die Plattform, die Produktionsanlagen effizient und damit auch nachhaltiger zu verwenden. Gegenüber bisherigen Technologien können additive Fertigungsverfahren sehr komplexe Bauteile mit kürzeren Vorlaufzeiten in kleinen Stückzahlen erheblich wirtschaftlicher produzieren, heißt es in der Mitteilung. In der 3D-Print-Cloud BW werden Unternehmen Angebote über die gesamte Prozesskette der additiven Konstruktion geboten.

Die neuen Plattformen führen zu einer Vielzahl neuartiger Geschäftsmodelle. Auf der 3D-Print-Cloud BW sollen bis 2020 zahlreiche aktuelle  und  zukünftige Spezialprozesse zur Auswahl stehen. Die Plattform ROBOTOP soll ebenfalls neue Geschäftsmodelle im Engineering von Robotik-Lösungen hervorbringen.

Über die weitere Entwicklung beider Plattformen und der 3D-Drucktechnologie im Allgemeinen berichten wir wie gewohnt in unserem 3D-Drucker-Newsletter (hier abonnieren).

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