Das Unternehmen Gulf Wind Technology (GWT) nutzt die additive Fertigungstechnologie von Stratasys, um die Entwicklung von Windturbinenrotoren voranzutreiben. Mit der Implementierung von Stratasys Neo® SLA-Technologie konnte GWT den Design- und Fertigungsprozess von Windkanalmodellen erheblich beschleunigen. Das berichtet Stratasys in einer Pressemeldung an das 3D-grenzenlos Magazin. Während früher 30 bis 40 Tage für eine Designiteration erforderlich waren, gelingt dies nun innerhalb von nur 3 bis 4 Tagen, heißt es dort weiter.

Vorteile der additiven Fertigung in der Windenergie

Nahaufnahme eines 3D-gedruckten Windkanalmodells mit integrierten Druckmesspunkten, entwickelt von Gulf Wind Technology.
Ein 3D-gedrucktes Windkanalmodell von Gulf Wind Technology mit integrierten Druckmesspunkten zur Luftströmungsanalyse (Bild © Stratasys).

Dank des Einsatzes von Stratasys-Technologien ist GWT in der Lage, speziell angepasste Modelle mit integrierten Funktionen wie Druckmesspunkten zu entwickeln, die in Echtzeit Daten zur Luftströmung liefern. Diese Merkmale wären mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nur schwer oder gar nicht umsetzbar. Laut James Martin, CEO von Gulf Wind Technology, bietet der 3D-Druck dem Unternehmen die Möglichkeit, „internale Strukturen und Messsysteme direkt in die Testmodelle zu integrieren“. Dies steigere nicht nur die Effizienz, sondern erlaube auch eine genauere Analyse und eine höhere Flexibilität bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen.

3D-Druck als Innovationstreiber in der Rotorenentwicklung

Die SLA-Technologie von Stratasys wird mit dem Material Somos® PerFORM Reflect™ kombiniert, das sich durch hohe Festigkeit, Steifigkeit und Temperaturbeständigkeit auszeichnet – Eigenschaften, die für Tests im Windkanal entscheidend sind. Die Anwendung dieses Materials erleichtert zudem die Nachbearbeitung und Handhabung der Modelle. Die Ingenieure von GWT ließen sich von der Nutzung des 3D-Drucks in der Formel 1 inspirieren, um schneller und präziser Airfoil- und Rotordesigns zu testen.

Rich Garrity, Chief Business Unit Officer bei Stratasys, betonte:

„Unsere Zusammenarbeit mit Gulf Wind Technology zeigt, wie Hersteller additive Fertigung dort einsetzen, wo sie am meisten Sinn ergibt. Die Fähigkeit, komplexe Designs schnell zu prototypisieren und zu testen, verbessert die Effizienz und Innovationskraft erheblich.“

Mit diesen technologischen Fortschritten positioniert sich Gulf Wind Technology als Vorreiter in der Entwicklung effizienterer Rotoren für die Nutzung der Windenergie im Golf von Mexiko.

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