Das japanische Imaging-und Elektronikkonzern Ricoh hat sich laut einer Pressemitteilung mit 34,5 % an dem Biotechnologieunternehmen Elixirgen Scientific beteiligt. Durch diese strategische Partnerschaft, deren Ziel es ist, die Arzneimittelforschung zu unterstützen, soll in diesem Jahr noch ein nordamerikanisches Biomedizingeschäft entstehen.

Zellchips aus iPS-Zelllinien

Es sind krankheitsspezifische Zellchips geplant, die aus mehreren iPS-Zelllinien stammen. Diese können die menschlichen Reaktionen von Chemikalien in Bezug auf Wirksamkeit und Toxizität bewerten, bevor sie in die klinische Testphase übergehen.

Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) können abhängig von der Einführung verschiedener Gene sich in verschiedene Zelltypen differenzieren. Sie werden zur Herstellung von Kopien von erkranktem Gewebe verwendet, an denen dann verschiedene Medikamente getestet werden. So sieht man, wie der Körper auf die Behandlung reagieren würde.

Ricoh und Elixirgen Scientific iPS
Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) können abhängig von der Einführung verschiedener Gene sich in verschiedene Zelltypen differenzieren (Bild © Ricoh).

Elixirgen Scientific

Elixirgen Scientific entstand 2016 und hat eine Quick-Tissue-Technologie entwickelt, durch die iPS-Zellen hergestellt werden. Homogene Zellproben können so innerhalb von 10 Tagen angefertigt werden.

Ricoh berichtet über eine 3D-Bioprint-Technologie, die in den letzten 40 Jahren entstand. Diese kann mit iPS-Zellen arbeiten und basiert auf Tintenstrahldruckern. Die vier Funktionen werden folgendermaßen beschrieben:

  1. Vorbereitung der Zelltinte
  2. Präzisions-3D-Druck
  3. Zellkultivierung
  4. Inspektion von Zellkonstrukten

Elixirgen und Ricoh kombinieren ihr Know-How für die Entwicklung biomedizinischer Produkte und Dienstleistungen zur Wirkstoffforschung.

Vor gut einem Jahr haben wir darüber berichtet, dass Ricoh plant, 1,8 Milliarden US-Dollar in Firmenübernahmen und Fusionen von 3D-Druck-Unternehmen zu investieren.

Video: Cell Layering – Ricoh

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