
Im Rahmen des Projekts mit dem Titel „Advancement of Process, Materials, Applications, and Test and Evaluation for Large-Scale Additive Manufacturing“ sollen Standards, Qualitätsinfrastruktur und Best Practices weiterentwickelt werden. Das Vorhaben begann im Dezember 2024 und ist auf drei Jahre bis Dezember 2027 angelegt. Es gliedert sich in fünf Phasen, wobei jede Phase spezifische technische und strategische Ziele verfolgt.
Fokus auf Qualitätsmanagement und neue Prüfverfahren
Im Zentrum des Projekts stehen Maßnahmen zur Qualitätssicherung sowie zur Weiterentwicklung der Charakterisierung und Messtechnik (Characterisation & Metrology, C&M). Hierzu gehört unter anderem die Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems, das alle wesentlichen Aspekte wie Anlagen, Produktionsumgebung, Ausgangsmaterialien und Prozesse abdeckt. Zusätzlich sollen neue Standards für zerstörungsfreie Prüfmethoden (Non-Destructive Evaluation, NDE) und prozessspezifische Anforderungen für AFSD entwickelt werden.
ASTM wird im Rahmen der Kooperation mehrere Workshops mit Stakeholdern entlang der gesamten Wertschöpfungskette veranstalten. Ziel ist es, gemeinsam mit Industrie, Wissenschaft und Behörden praxisnahe Lösungen für eine industrialisierbare und skalierbare additive Fertigung zu erarbeiten.
Beiträge zur industriellen Reife additiver Technologien
Die Verantwortlichen beider Organisationen betonen den strategischen Charakter der Partnerschaft. Dr. Mohsen Seifi, Vizepräsident für fortgeschrittene Fertigungsprogramme bei ASTM International, erklärte:
„Diese Zusammenarbeit unterstreicht unser fortwährendes Engagement, die industrielle Einsatzfähigkeit neuer additiver Technologien durch Standards, Schulungen und angewandte Forschung zu beschleunigen.“ Jason Gorey, Geschäftsführer von ASTRO America, ergänzte: „Unsere Aufgabe ist es, den Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Innovation und industrieller Anwendung zu schaffen – in Kooperation mit ASTM gelingt dies unter höchsten Qualitätsanforderungen.“
Die Erwartungen an das Projekt sind hoch: Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und industrieller Praxis sollen robuste Rahmenbedingungen für die Anwendung von AFSD geschaffen werden – ein Verfahren, das insbesondere für großformatige Bauteile mit hohen Anforderungen an Materialeigenschaften relevant ist. Die Entwicklung einheitlicher Standards gilt hierbei als Schlüssel, um die Technologie langfristig im industriellen Maßstab zu etablieren.





