Zukunft des Raketenbaus – 3D-Druck im Mittelpunkt: Die Raumfahrtindustrie sucht ständig nach Möglichkeiten, die Produktion von Raumfahrtkomponenten zu optimieren. Einer der jüngsten Ansätze dazu kommt von zwei Studierenden der Colorado University Boulder (CU). Auf der Website der CU finden sich zur Forschungsarbeit umfassende Informationen (Link; PDF, 4,8 Mb; öffnet in neuem Fenster).
Studentenprojekt mit großem Potenzial

Zwei Bachelorstudenten des Aerospace Engineering Sciences-Programms der Colorado University Boulder haben zusammen mit Branchenexperten ein effizientes und zuverlässiges Konzept für eine Raketenturbopumpe entwickelt. Das Hauptziel war es, ein Raketenbauteil zu schaffen, das in einem einzigen Fertigungsprozess hergestellt werden kann. Dadurch könnten Material und Gewicht eingespart und die Produktionsgeschwindigkeit erheblich gesteigert werden. Ebenso könnte der 3D-Druck mögliche Fehlerquellen, die bei herkömmlichen Fügeverfahren auftreten können, eliminieren.
Der Weg zur Innovation
Der Initiator des Projekts, Zach Lesan, kam im Januar 2021 auf die Idee. Im Laufe des Jahres 2022, nachdem Lesan ein Praktikum bei SpaceX begonnen hatte, schloss sich Patrick Watson dem Team an. Die beiden wandten sich frühzeitig an Unternehmen wie Velo3D, einen Anbieter von Metall-3D-Drucklösungen, und suchten Rat und Ressourcen. Dank dieser Zusammenarbeit konnten die Studierenden auf modernste Technologie zugreifen und ihr Konzept testen.
Kooperation und Zielsetzung
Die 3D-Drucktechnologie eröffnet neue Möglichkeiten in der Raumfahrtindustrie. Patrick Watson betonte, dass insbesondere der 3D-Metalldruck und das Laser Powder Bed Fusion-Verfahren entscheidende Faktoren für die Fortschritte in ihrem Projekt waren. Die beiden hatten das Ziel, die Zuverlässigkeit durch die Reduzierung von Bauteilen zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken.
Branchenführer als Unterstützung
Verschiedene Institutionen und Unternehmen boten den Studierenden Unterstützung an. Neben Velo3D waren auch CFturbo, Silicon Valley Elite Manufacturing und EMP beteiligt. Darüber hinaus erhielten sie informelle Ratschläge von Ingenieuren bei SpaceX, Ursa Major und anderen.






