Zwei Studenten der Hochschule Aalen haben in ihrem Auslandssemster in Südafrika Rollstuhlersatzteile aus Plastikmüll hergestellt. Dafür wurde zunächst der Plastikmüll zu Filament verarbeitet und anschließend mit einem 3D-Drucker die Ersatzteile für die Rollstühle hergestellt.

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Die zwei Studenten Jonas Huggenberger und Jonas Seitz, die Maschinenbau an der Hochschule Aalen studieren, sind seit Anfang Februar 2018 für ein Auslandssemester in Südafrika. Sie arbeiten an der Central University of Technology (CUT) in Bloemfontein, nehmen an Vorlesungen teil und befassen sich in ihrer Projektarbeit mit Rollstuhlersatzteilen aus dem 3D-Drucker. Rollstuhlersatzteile, wie sie die Organisation Magic Wheelchair aus den USA mit dem 3D-Drucker ebenfalls herstellt.

Die Möglichkeit, mittels recyceltem Kunststoffgranulat Felgen für Rollstuhlräder herzustellen, liegt im Fokus der Projektarbeit der Aachener Studenten, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule Aalen. Sie verwenden das aus dem Müll gewonnene Granulat zur Weiterverarbeitung mit der 3D-Druckmaschine, um individuell auf die Rollstühle angepasste Bauteile schnell, kostengünstig und vor Ort herstellen zu können

Die beiden Studenten Huggenberger und Seitz vor ihrem Arbeitsplatz
Die beiden Studenten der Hochschule Aalen arbeiten in Südafrika an Rollstuhlersatzteilen (Bild © Hochschule Aalen/Wolfgang Rimkus).

Dr. Wolfgang Rimkus vom Technologiezentrum für Leichtbau der Hochschule Aalen besuchte die beiden Studenten kürzlich. Er führte Gespräche bezüglich des Studentenaustausches mit Dr. Gys Jacobs, der Dekan der Fakultät Mechanical and Mechatronics Engineering.

Von Professor du Preez, dem wissenschaftliche Leiter des Centre for Rapid Prototyping and Manufacturing (CRPM) ist und dem Direktor des CRPM, Gerrie Booysen, wurden die Einrichtungen der CUT im Bereich Leichtbau und additiver Fertigung vorgestellt. Diskussionsthema waren mögliche gemeinsame Forschungsfelder. Beide Bildungseinrichtungen zeigen sich erfreut über eine eventuelle Zusammenarbeit.

Fortschreitende Verbreitung von 3D-Druck zur Bekämpfung von Plastikmüll ein Seegen

Eine andere Idee Plastik zu recyclen hatte das belgische Start-Up Yuma. Diese haben sich auf den 3D-Druck stylischer Brillen aus Plastikmüll spezialisiert. Erst vor zwei Tagen haben wir über TreeD Filaments berichtet, die alte Gummireifen zu 3D-Drucker-Material verarbeiten. Um die Grenzenlosigkeit der Verwendung von Plastikmüll für den 3D-Druck zu verdeutlichen, hat die niederländische Organisation Klean eine riesige Madonna mit Hilfe von 3D-Druckern und eben Filament aus Plastikmüll hergestellt und auf einem öffentlichen Platz aufgestellt. Sie möchten weiter über die Entwicklung der 3D-Drucktechnologie informiert werden? Abonnieren Sie gerne unseren kostenlosen Newsletter (hier abonnieren).

» Über 90 weitere Projekte für den guten Zweck, die 3D-Drucker nutzen um Tier, Mensch und Umwelt Gutes zu tun

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