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Medizinischer 3D-Druck: Britische Forscher entwickeln Asthma-Diagnosegerät mit dem 3D-Drucker

Ein Forscherteam der britischen University of Surrey entwickelte mit einem 3D-Drucker ein neues Gerät, welches den Namen „Sneezometer“ erhielt und dazu dient, Asthma besser feststellen zu können. Das Spirometer ist empfindlich genug um das Tempo eines Niesers zu messen. Helfen könnte das neuartige, medizinische Gerät vor allem Städten aus ärmeren Teilen der Welt, die über eine besonders hohe Luftverschmutzung aufweisen.

Diese Messgeräte werden schon lange zur Feststellung der Lungenkapazität und Atemwegserkrankungen wie Asthma, Schlafapnoe oder Hypopnoe eingesetzt. Jedoch war ein Spirometer noch nicht empfindlich genug um eine Diagnose wie Neonatologie festzustellen. Nach Angaben von Dr. David Birch,  Senior Lecturer in der Luft- und Raumfahrt und Mitglied der Aerodynamik und Umweltflussforschungsgruppe an der University of Surrey, handelt es sich bei dem gedruckten Spirometer um den schnellsten und genauesten Durchflussmesser der Welt. Das berichtet Dr. David Birch in einem Paper (pdf).

Das Gerät kann geringste Schwankungen in der Atemflussrate erfassen, die symptomatisch für Atemwegserkrankungen wie Asthma sind. Dr. David Birch erläutet die Funktionsweise des „Sneezometer“ in folgendem Video (englisch).

Einer von zwölf Briten befindet sich derzeit in Asthma-Behandlung. Eine effektive Diagnose ist für die ordnungsgemäße Behandlung von entscheidender Bedeutung und das Sneezometer aus dem 3D-Drucker könnte dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Der hochempfindliche Durchflussmesser wurde im Rahmen eines Diplom-Projekts entwickelt. Einige Ärzte hörten davon und fragten, ob sie das Gerät ausleihen könnten, um es auszuprobieren. Es erlaubte ihnen Krankheiten festzustellen von denen sie vorher nicht einmal wussten, dass dies möglich ist.

Der 3D-Drucker wurde für die Herstellung der nur 30 Mikron dünnen Scheiben des Sneezometers verwendet. Eine auf der Oberseite und eine auf der Unterseite. Der gedruckte Spirometer könnte nach Angaben der Wissenschaftler vor allem an Orten mit starker Umweltverschmutzung nützlich sein, weil dort Atemwegserkrankungen häufiger auftauchen. Die Bürger in Städten mit starken Smog wie Peking und Delhi leiden besonders häufig an Atemwegserkrankungen, berichtet Dr. Prashant Kumar, der zum Wissenschaftlerteam gehört.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO stellte vor kurzem die Luftverschmutzung als eine von zehn Hauptursachen von Atemwegserkrankungen fest. Sieben Millionen Todesfälle stehen nach ihren Angaben in Verbindung mit Luftverschmutzung. Die University of Surrey hofft, dass das gedruckte Sneezometer bis zum Jahr 2018 im klinischen Einsatz sein wird.

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