
Multimaterial-3D-Druck für innovative Anwendungen

Der MMJ ProX 3D-Drucker basiert auf der Multi Material Jetting (MMJ)-Technologie, einer additiven Fertigungsmethode, die die Verarbeitung mehrerer Materialien in einem einzigen Druckprozess erlaubt. Die am Fraunhofer IKTS installierte Variante verfügt über sechs Druckköpfe und eine Bauplattform von 530 x 300 x 200 mm. Dadurch können sowohl kleine, präzise als auch größere, komplexe Bauteile mit spezifischen mechanischen, elektrischen und thermischen Eigenschaften gefertigt werden.
Dr. Uwe Scheithauer, Gruppenleiter Additive und Hybride Fertigung am Fraunhofer IKTS, betont die Nachhaltigkeitsaspekte der Technologie:
„Die hohe Materialeffizienz und Wiederverwendbarkeit der Druckmaterialien leisten einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit unserer Fertigungsprozesse. So reduzieren wir Materialausschuss und Abfälle signifikant.“
Präzision und Materialvielfalt als Kernmerkmale

Die MMJ ProX-Serie von AMAREA Technology bietet eine modulare Bauweise, die eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten erlaubt. Zu den wichtigsten technischen Merkmalen gehören:
- Tropfenvolumen: 0,5 nl bis 50 nl
- Tropfendurchmesser: 200 µm bis > 1000 µm
- Schichthöhe: 70 µm bis 300 µm
- Materialvielfalt: Hochleistungspolymere, Keramiken, Metalle und Hybridwerkstoffe
Durch die präzise Tropfenplatzierung können Bauteile mit gezielter Porosität oder vollständig dichten Strukturen hergestellt werden. Darüber hinaus ermöglicht die Technologie die direkte Kombination von Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften, etwa hohe elektrische Leitfähigkeit kombiniert mit struktureller Stabilität.
AMAREA Technology und Fraunhofer IKTS als Innovationspartner
Das Fraunhofer IKTS ist eines der führenden Forschungsinstitute für keramische Hochleistungswerkstoffe in Europa. Mit über 800 Mitarbeitenden an 13 Standorten erforscht es innovative Materialien und Fertigungstechnologien. Die Zusammenarbeit mit AMAREA Technology unterstreicht die Bedeutung der MMJ-Technologie für Wissenschaft und Industrie.
Steven Weingarten, Mitgründer und Geschäftsführer von AMAREA Technology, sieht großes Potenzial:
„Wir freuen uns, dass das Fraunhofer IKTS unser System für die Entwicklung neuartiger Produkte einsetzt und damit den Markt für Multimaterial-Anwendungen erweitert.“
Die Installation des MMJ ProX 3D-Druckers markiert einen weiteren Schritt in der Kommerzialisierung dieser innovativen Fertigungstechnologie. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, die Möglichkeiten des Multimaterial-3D-Drucks am Fraunhofer IKTS zu entdecken.






