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Eine schwierigere Aufgabe als einem Menschen ein neues Gesicht zu geben kann es in der Medizin wohl kaum geben und doch kann sie heute vereinfacht werden. Die 3D-Drucktechnologie macht es möglich.

Die Welt der Chirurgie öffnet seine Türen für einen innovativen Operationsprozess, der als Grundlage die Erstellung und das Ausdrucken von dreidimensionalen Gesichtsmodellen hat, die dabei helfen sollen Gesichtstransplantationen optimaler und sicherer durchzuführen. Die erste Transplantation dieser Art wurde 2005 in Frankreich durchgeführt und gab damit den Anstoß zu weiteren erfolgreichen Gesichtstransplantationen mithilfe von 3D-Modellen. Nennenswert ist dabei der operative Eingriff von Dallas Wien, der 2011 in den USA im Brighman and Women’s Hospital in Boston ein ganz neues Gesicht bekam.

Geischtstransplantation
Dallas Wien vor und nach der Gesichtstransplantation (Bild © 3dprint.com)

Das Ziel dieses medizinischen Prozedere ist es mithilfe eines 3D-Modells des Gesichts der Patienten eine Transplantation leichter zu machen: Mit einem solchen Modell können Ärzte sich nicht nur vor dem Eingriff ein besseres Bild machen, auch während der Operation fungiert das 3D-Modell wie eine „Landkarte“, die den Ärzten hilft mögliche Komplikationen zu umgehen und den Patienten vor unnötigen Verzögerungen zu schützen. In den meisten Fällen ist es nämlich notwendig eine genaue Gesichtsstruktur zu haben, um auf diese Weise den geschädigten Knochenbau so gut wie es möglich ist
wiederherzustellen.

Auf der jährlichen Tagung „Radiological Society of North America“ (RSN) in Chicago haben Prof. Dr. Frank J. Rybicki und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Amir Imanzadeh ihre Studie präsentiert, mit der die revolutionären Vorteile der 3D-Druckertechnik in der Gesichtschirurgie zusammengefasst wurden. Ihr Schwerpunkt lag dabei auf der Planung von Gesichtstransplantationen sowie den Einsatz von 3D-Gesichtsmodellen während des operativen Eingriffs. Seit dem ist der Einsatz von 3D-Druckern im Brighman and Women’s Hospital Pflicht und auch in anderen Krankenhäusern wird diese Technologie in Zukunft das Gesicht der Transplantation verändern.

Weitere Beispiele

Im März berichteten wir über den jungen Mann namens Stephen Power. Stephen Power verlor sein Gesicht nach einem schweren Motorradunfall. Mit Hilfe von 3D-Druck konnte sein Gesicht so gut rekonstruiert werden, dass Meinungen in sozialen Netzwerken so weit gingen, sein Gesicht nach der Gesichtsrekonstruktion besser zu bewerten, als zuvor. Ein ähnlich schlimmes Schicksal erlitt Jon Fenton. Fenton (27) stürzte im Urlaub vom Balkon. Er überlebte, verlor aber große Teile seines Gesichts. Mit Hilfe des 3D-Drucks konnte auch sein Gesicht so weit wieder hergestellt werden, dass die schweren Verletzungen kaum mehr zu sehen sind.

Gesichtstransplantation
Bei dieser Frau wurde die Gesichtstransplantation ohne der Hilfe von 3D-Druck durchgeführt
(Bild © Cleverland Clinic).

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