Schaumstoff-Herz aus dem 3D-Drucker:

US-Forschern gelingt die Entwicklung eines neuen Polymers

 26. Oktober 2015  Andreas Krämer  

Neue Möglichkeiten zur Herstellung preiswerter Prothesen. US-Wissenschaftler haben ein neues Polymer entwickelt und anschließend erfolgreich mit dem 3D-Drucker daraus ein Herz gefertigt. Die Materialeigenschaften des Polymers erlauben es, den Schaumstoff-ähnlichen Stoff in jede beliebige Form zu bringen.

Schaumstoff-Herz aus dem 3D-Drucker
Die US-Wissenschaftler der Cornell-University entwickelten das Schaumstoff-Herz aus einem neuartigen Polymer. Gefertigt wurde es mit einer 3D-Drucker (Bild © Cornell University).

Ein Wissenschaftlerteam der Cornell University in New York hat ein neuartiges Polymer entwickelt, welches bezogen auf seine Beschaffenheit mit Schaumstoff verglichen werden kann. Mit einem 3D-Drucker fertigten sie nun das weltweit erste künstliche Herz aus Schaumstoff.

Im Vorfeld wurde eine Herzform gedruckt und diese dann mit dem flüssigen Polymer befüllt. Danach kann die Form nur noch mittels Luft verändert werden, wobei allein eine Anpassung der Länge um bis zu 300 Prozent möglich ist.

Die feinen Poren des Schaumstoffherzens erlauben es Flüssigkeiten aufzunehmen. In naher Zukunft sollen auf den Patienten angepasste Organe mit einem neuen Polymer hergestellt werden können. Die staatlichen Behörden müssen die Anwendung des Schaums noch prüfen und eine Zulassung erteilen.

Die Forscher arbeiten derzeit auch an Prothesen und seien eigenen Angaben zufolge mit der Herstellung einer Handprothese schon sehr weit fortgeschritten. In Bezug auf den flüssigen Schaumstoff verfolgen die Wissenschaftler das Ziel es direkt per 3D-Drucker fertigen zu können anstatt es erst in eine Form füllen und aushärten lassen zu müssen.

Zum Thema veröffentlichte die Cornell University ein Video

In dem von der Cornell University veröffentlichten Video spricht der Wissenschaftler und Forscher Rob Shepard über das Schaumstoff-Herz aus dem 3D-Drucker, seine Entstehung, den Forschungsstand und zukünftige Einsatzmöglichkeiten für die Medizin.

Auf der Website der Cornell Universität kann weiteres, umfangreiches Material zu diesem Projekt heruntergeladen werden » cornell.app.box.com

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