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Einblick: Neues Verfahren ermöglicht es, ungeborene Babys mit der Virtual Reality-Brille zu sehen

Bislang wurden die medizinischen Auswirkungen, einen Fötus in 3D zu visualisieren, nicht in vollem Umfang ausdiskutiert. Nun gelang es aber einer Gruppe von Experten, eine neue 3D-Scan-Methode zu entwickeln, die die Vorteile der 3D-Modellierung der Föten aufzeigt. Eltern haben jetzt die Möglichkeit, ihr ungeborenes Kind mit der VR-Brille als 3D-Modell zu sehen.

Logo Radiological Society of North America (RSNA).Bei der Modellierung griffen die Ärzte der in Rio de Janeiro betriebenen „Clinica de Diagnóstico por Imagem“ auf zwei altbewährte Verfahren zurück – die Magnetresonanztomographie (MRT), die auch als Kernspintomographie bezeichnet wird, und die Sonographie (Ultraschall). Diese beiden Verfahren wurden jetzt miteinander kombiniert und ermöglichen es Ärzten, 3D-Bilder vom ungeborenen Kind zu erzeugen, die mit einer handelsüblichen Oculus Rift VR-Brille betrachtet werden können.

Mit dem neuen Verfahren werden die Gebärmutter und das ungeborene Kind gescannt und die so gewonnenen Daten zu einem vollständigen 3D-Modell des sich entwickelnden Babys zusammengesetzt.

Dr. Heron Werner Jr., Co-Autor der Studie, äußerte dazu folgendermaßen: „Wir glauben, dass diese Bilder für die Eltern eine neue Erfahrung über die Entwicklung ihres Kindes mit sich bringen werden. Die + 3D-Modelle, kombiniert mit Virtual Reality Technologien, können das Verständnis der anatomischen Eigenschaften verbessern, für pädagogische Zwecke verwendet werden und Eltern als Methode dazu dienen, ihr ungeborenes Kind zu visualisieren.“, berichtet Radiological Society of North America (RSNA).

Ultraschallbild eines Fötus.

Herkömmliches Ultraschallbild eines Fötus. (Bild: © Radiological Society of North America).

Probleme frühzeitig erkennen

Den Forschern zufolge wurden beide Verfahren kombiniert, wenn die Ultraschall- und MRT-Bilder nicht klar genug erschienen. Mit den neuen detaillierten 3D-Modellen ist es Ärzten nunmehr möglich, Probleme zu diagnostizieren, mit denen das Kind nach der Geburt konfrontiert sein könnte. Die Ärzte könnten beispielsweise schon vor der Geburt sehen, wenn die Atemwege des Fötus blockiert seien und entsprechende Maßnahmen einplanen. Auch eventuelle Missbildungen lassen sich so vorab herausfinden.

Der Oculus Rift bietet deutlich schärfere fetale Bilder als der Ultraschall und die MRT. Eventuell ist es später sogar möglich, die Bilder in 3D-Drucke umzuwandeln, die den Eltern dann als Andenken mitgegeben werden könnten. Das britische Unternehmen „baby:Boo“ bietet bereits derartige Leistungen.

Gescannte Bilder eines Fötus.

Mit der neuen Scan-Methode erzeugte VR-Bilder eines Fötus. (Bild: © Radiological Society of North America).

Bislang wird die neue 3D-Scan-Methode nur in der Klinik in Rio de Janeiro eingesetzt. Jetzt wurde das Verfahren auf der alljährlich stattfindenden Tagung der Radiological Society of North America vorgestellt und wird wahrscheinlich bald weltweit zum Einsatz kommen (über die weitere Entwicklung berichten wir in unserem Newsletter). Es wird dann eine weitere Möglichkeit darstellen, um eventuelle Missbildungen oder andere Schädigungen schon vor der Geburt feststellen zu können.

Da aber gerade die Wartezeiten auf eine MRT-Untersuchung sehr lang sind und auch die anatomischen Bedingungen (Durchmesser der MRT-Röhre, maximal mögliches Gewicht, Platzangst der Mutter etc.) beachtet werden müssen, wird das Verfahren sicher nicht zu den Standarduntersuchungen bei jedem ungeborenen Fötus gehören, sondern nur in Verdachtsfällen eingesetzt.

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