
Die Universität Birmingham, eine führende Institution im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften, verfügt über eine umfangreiche Erfahrung im Metall-3D-Druck. Mit elf metallbasierten PBF- und DED-Systemen (Pulverbettfusion und Directed Energy Deposition) ist die Universität die führende akademische Einrichtung in Großbritannien in diesem Bereich, heißt es in der eingangs erwähnten Mitteilung von Freemelt weiter. Insbesondere die Expertise der Universität im Umgang mit Refraktärmetallen macht sie zu einem bedeutenden Partner für die Entwicklung von Hochtemperatur- und verschleißfesten Komponenten in kritischen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt sowie der Kernfusion.

Im Rahmen der Bemühungen, die Additive Fertigung und die Position der Universität im Bereich der Elektronenstrahl-Pulverbettfusion (E-PBF) zu stärken, wurde die Freemelt ONE Maschine bestellt. Diese Maschine, entwickelt für Forschungs- und Entwicklungszwecke, bietet eine offene Architektur, die es den Forschern ermöglicht, Prozessparameter flexibel anzupassen und zu optimieren.
Professor Moataz Attallah, der in den letzten 20 Jahren an der Universität Birmingham neue AM-Anwendungen mit neuartigen Materialien entwickelt hat, wird die Freemelt ONE Maschine für Projekte im Bereich der fortgeschrittenen Forschung nutzen. Dazu gehören unter anderem Projekte zu Wolfram für die Kernfusion, Niob-Legierungen für die Raumfahrt sowie Kupferanwendungen.
Materialentwicklung mit Freemelt ONE
Freemelt betont, dass die offene Architektur der Freemelt ONE Maschine den Forschern der Universität Birmingham die Möglichkeit bietet, den 3D-Druckprozess für verschiedene Materialien anzupassen und weiterzuentwickeln. Dies sei bei den meisten anderen, geschlossenen Systemen nicht der Fall, bei denen viele Parameter verborgen bleiben. Die Maschine wird eine zentrale Rolle in der Additiven Fertigung für die Bereiche Raumfahrt, Verteidigung, Gesundheitswesen und Energie spielen.
Neben der Bestellung durch die Universität Birmingham hat Freemelt in jüngster Zeit auch Maschinen an andere namhafte Einrichtungen wie das IHI und die University of Sheffield geliefert. Zudem gingen kürzlich Bestellungen von der UK Atomic Energy Authority (UKAEA) und dem Nuclear Advanced Manufacturing Research Centre (NAMRC) ein. Freemelt sieht sich dadurch als wichtigen Akteur in der Entwicklung von 3D-Drucktechnologien für hochspezialisierte Metalle und Anwendungen.
Stärkung der Forschungsinfrastruktur
Mit der neuen Freemelt ONE Maschine wird die Universität Birmingham ihre Kapazitäten im Bereich der additiven Fertigung und Materialentwicklung deutlich erweitern. Die Maschine wird im Advanced Materials & Processing Laboratory (AMPLab) installiert und soll dort unter anderem für die Entwicklung von Legierungen und die Simulation von Elektronenstrahlschweißprozessen genutzt werden. Professor Attallah betont die Vorteile der offenen Architektur und sieht großes Potenzial für die zukünftige Forschung, insbesondere in der Nuklearforschung. Die Kombination aus der Freemelt ONE Maschine, den fortschrittlichen nuklearen Bestrahlungseinrichtungen und den neuesten Analysemethoden soll das Forschungsprogramm weiter voranbringen.
Freemelt-CEO Daniel Gidlund zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit mit der Universität Birmingham und den weiteren Ausbau der Präsenz von Freemelt im britischen Hochschulsektor. „Mit der aktiven Basis bei IHI und der University of Sheffield sowie den jüngsten Aufträgen von der UKAEA und NAMRC stärken wir unsere Position in der führenden AM-Community Großbritanniens“, so Gidlund.






