Der Online-Händler Alibaba und der 3D-Drucker-Hersteller Tronxy werden verklagt. Die Kläger sind die Eltern des verstorbenen jungen Mannes Calvin Yu, der aufgrund eines fehlerhaften 3D-Druckers in einem Hausbrand verstarb. Alibaba und Tronxy sollen es verabsäumt haben, über die möglichen Gefahren zu warnen, heißt es in der Klage der US-amerikanischen Eltern.

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Laut einer öffentlichen Anklageschrift (PDF, öffnet in neuem Fenster) verklagt das Elternpaar eines jungen Mannes den chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba. Der Mann soll verschiedenen Meldungen zufolge durch einen Brand, ausgelöst von einem 3D-Drucker, den er über AliExpress erworben hat, verstorben sein. Die Eltern von Calvin Yu verklagen Alibaba und den 3D-Drucker-Hersteller Tronxy Mitschuld an dem Feuer zu haben. Alibaba und Tronxy sollen fehlerhafte Ware zum Verkauf angeboten haben und die Verbraucher nicht vor möglichen Gefahren gewarnt haben.

Fehlende Warnhinweise und ihre Folgen

Wohnungsbrand wegen 3D-Drucker
Wohnungsbrand: Ein Feuer zerstört eine Wohnung in dem ein fehlerhafter 3D-Drucker stand (Symbolbild).

Yu hat den 3D-Drucker im November 2019 über AliExpress erworben, einem verbraucherorientierten Alibaba-Outlet. Er benutzte ihn sechs Monate regelmäßig, bevor er überhitzte und einen Brand an der Steckdosenleiste verursachte, an der er steckte. Das Haus in San Francisco, in dem Yu lebte, ging in Flammen auf, und Yu kam bei dem Feuer zu Tode. Dieser Vorfall ist ein gutes Beispiel für die Gefahr, die im Online-Kauf von potenziell defekter Hardware ausgehen kann. Das 3D-grenzenlos Magazin hatte auch deshalb die „Gesundheits- und Sicherheitshinweise zum Einsatz von Desktop-3D-Druckern, Lasercuttern und Lasergravierern für den privaten Einsatz“ veröffentlicht.

Untersuchung bestätigt 3D-Drucker als Brandursache

Die Feuerwehr in San Francisco untersuchte den Fall und kam zu dem Schluss, dass tatsächlich der 3D-Drucker schuld war. Yus Eltern wollen nun Alibaba und Tronxy mit ihrer Klage rechtlich für die Schäden haftbar machen, denn diese haben nicht für angemessene Sicherheitsanweisungen gesorgt und sind ihrer Pflicht, vor den Gefahren zu warnen, nicht nachgekommen.

Es gibt zwar Präzedenzfälle im Zusammenhang mit Verkäufen über Amazon, weshalb Amazon im vergangenen Jahr eine Unternehmensrichtlinie einführen musste, die Kunden bis zu 1.000 US-Dollar für fehlerhafte Waren zahlen würde, auch wenn diese von Dritten verkauft wurden. Hier ist es jedoch so, dass das Ganze einen Todesfall in den USA betrifft, der Händler und der Hersteller jedoch ihren Sitz in China haben. Das verkompliziert die rechtliche Angelegenheit deutlich. Die Klage könnte jedoch einen Präzedenzfall schaffen, ob Verbraucher internationale Unternehmen erfolgreich verklagen können, weil sie ihnen gefährliche Produkte verkauft haben, was weitaus mehr technische Geräte betrifft, als nur 3D-Drucker (E-Scooter, Smartphones, Saugroboter, uvm.). Über die weitere Entwicklung zu dem Fall berichten wir auch zukünftig im 3D-grenzenlos Magazin (Newsletter abonnieren).

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