Der globale 3D-Drucker-Hersteller Stratasys aus den USA gab bekannt, das 3D-Druck-Start-up Origin Inc. zu kaufen. Die Firmenübernahme soll rund 100 Millionen US-Dollar kosten. Läuft alles wie geplant, erhält Stratasys dafür bis 2025 einen zusätzlichen Umsatz von 200 Mio. US-Dollar und kann mit Übernahme des Kerngeschäfts von Origin Inc. seine eigene Marktstellung weiter ausbauen. Vor allem in einem Bereich sieht Stratasys großer Zukunftspotenzial.

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Logo StratasysDas 3D-Druck-Unternehmen Stratasys hat die Unterzeichnung einer  Vereinbarung zur Übernahme des 3D-Druck-Start-ups Origin Inc. vermeldet. Wie es in einer Mitteilung gegenüber dem 3D-grenzenlos Magazin heißt, soll mit der Übernahme die Marktposition von Stratasys im Bereich der Massenproduktion und Serienfertigung von Bauteilen im 3D-Druckverfahren ausgebaut werden. Stratasys will dafür die Fotopolymerplattform „der nächsten Generation“ von Origin Inc. weiter ausbauen. Die Übernahme soll im Januar 2021 abgeschlossen werden.

Programmable PhotoPolymerization (P³)-Technologie von Origin

Origin One 3D-Drucker
Der 3D-Drucker Origin One (im Bild) war der erste 3D-Drucker des Start-ups in Fertigungsqualität (Bild © Stratasys/Origin).

Origins urheberrechtlich geschützte Programmable PhotoPolymerization (P³)-Technologie kann Stratasys in den nächsten fünf Jahren einen zusätzlichen Jahresumsatz von 200 Mio. USD (rund 166 Mio. EUR) bringen. Der Gesamtkaufpreis liegt bei 60 Mio. USD (rund 50 Mio. EUR), die beim Abschluss gezahlt werden. 40 Mio. USD (rund 33 Mio. EUR) hängen von leistungsabhängigen Verdienstmöglichkeiten über drei Jahre ab.

Durch die Akquisition ist davon auszugehen, dass sich die Wachstumsrate von Stratasys beschleunigt und den Non-GAAP-Gewinn pro Aktie im Jahr 2021 leicht abschwächt. Bis 2023 soll es aber wieder eine Steigerung geben. Yoav Zeif, CEO bei Stratasy, sagt dazu:

„Unsere Kunden suchen nach additiven Fertigungslösungen, die den Einsatz von industrietauglichen Kunststoffen für Massenproduktionsteile mit Prozess- und Qualitätskontrolle ermöglichen. Wir glauben, dass Origins softwaregesteuertes Origin One System einen hohen Durchsatz mit unglaublicher Genauigkeit vereint. In Kombination mit Origins umfangreichem Material-Ökosystem und unseren branchenführenden Go-to-Market-Fähigkeiten denken wir, dass wir in der Lage sein werden, ein breites Spektrum an Produktionsanwendungen auf globaler Ebene zu erfassen.“

Weiter sagt Zeif dazu:

„Mit unserem beabsichtigten Einstieg in die Powder Bed Fusion ist die Übernahme von Origin ein weiterer Schritt zur Erreichung unseres Ziels, bei der Additiven Fertigung mit Polymeren führend zu sein und eine vollständig digitale Additive Wertschöpfungskette zu schaffen, die für die Integration von Industrie 4.0 ausgelegt ist.“

Produktionsorientierte Lösungen auf Kunststoffbasis als Zukunftstechnologien

Fertigungsanwendungen haben einer internen Marktanalyse von Stratasys zufolge das größte Potenzial für ein signifikantes Wachstum in der 3D-Druck-Industrie. Produktionsorientierte Lösungen auf Kunststoffbasis können einen großen Teil des Gesamtmarktes für den 3D-Druck von Polymeren abdecken. Bei Additiven Fertigungssystemen auf Basis von Polymeren wird von 2020 bis 2025 von einer jährlichen Wachstumsrate von 20 % ausgegangen.

Origins P³-Technologie ist eine Weiterentwicklung des Digital Light Processing (DLP) und härtet flüssiges Photopolymerharz mit Licht aus. Origin One, der erste 3D-Drucker des Unternehmens in Fertigungsqualität, steuert über Origins Closed-Loop-Feedback-Software Licht, Wärme und Kraft sowie andere Parameter präzise. Kunden erhalten präzise, beständige und detailgenaue Bauteile und dank langlebiger Kunststoffe. Das zeigte sich auch bei einem Projekt mit BASF, Origin und dem dänischen Schuhhersteller ECCO. Die Firmen arbeiteten gemeinsam an der Massenproduktion von Schuhen aus dem 3D-Drucker.

Video: Der Origin One 3D-Drucker von Origin Inc.

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