Die US-Armee entwickelt eine neue additive Fertigungsmethode, um beschädigte Militärfahrzeuge schneller instand zu setzen. Das gemäß einem Artikel in „The Defense Post“ als Battle Damage Repair and Fabrication (BDRF) bekannte Verfahren nutzt 3D-CAD-Modelle und 3D-Druckverfahren, um schwer beschaffbare oder nicht mehr produzierte Ersatzteile zeitnah herzustellen.

Schnelle Reparaturen und reduzierte Logistikbelastung

Mit dem Einsatz von 3D-Druck in der Instandhaltung will die US Army Reparaturzeiten verkürzen und die Einsatzfähigkeit älterer Fahrzeuge verlängern. Viele der betroffenen Fahrzeuge enthalten veraltete Bauteile, die herkömmlich nur mit erheblichem logistischem Aufwand beschafft werden können.

Obwohl das BDRF-Verfahren ursprünglich für temporäre Ersatzteile konzipiert wurde, zeigen Tests, dass einige der 3D-gedruckten Bauteile die ursprünglichen Komponenten in ihrer Leistungsfähigkeit übertreffen. Dies hat Diskussionen über die mögliche langfristige Nutzung dieser Methode als alternative Beschaffungsquelle angestoßen.

Zusammenarbeit für bessere Einsatzfähigkeit

Ein 3D-Drucker produziert ein mechanisches Bauteil für ein Militärfahrzeug, um die Wartung und Reparatur durch additive Fertigung zu erleichtern.
Ein 3D-Drucker fertigt ein Bauteil für ein Militärfahrzeug, um schwer beschaffbare Ersatzteile schnell bereitzustellen und die Einsatzfähigkeit zu verbessern (Bild © KI-generiertes Stockfoto).

Das Projekt wird von der US Army Tank-automotive Armaments Command (TACOM) in Zusammenarbeit mit dem US Army DEVCOM Ground Vehicle Systems Center, dem Integrated Logistics Support Center und dem Rock Island Arsenal – Joint Manufacturing and Technology Center durchgeführt. Ziel ist es, kritische Produktionsengpässe zu überbrücken und beschädigte Fahrzeuge schnell wieder einsatzbereit zu machen.

Im Rahmen des Verfahrens werden defekte Teile gescannt, digital erfasst und in eine gesicherte Datenbank hochgeladen. Anschließend können sie on-demand mittels 3D-Druck produziert werden. Seit der Einführung des Programms im Jahr 2024 wurden bereits rund vier Dutzend Bauteile gefertigt und zur temporären Nutzung freigegeben.

Michael Hansen von TACOM betonte:

„Einheiten bauen diese Teile in Fahrzeuge ein und machen die Ausrüstung wieder einsatzbereit. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern hoffen wir, den 3D-Druck und andere moderne Fertigungstechniken zu nutzen, um Einsatzfähigkeit so nah wie möglich am Geschehen zu gewährleisten.“

Die additive Fertigung könnte sich damit als fester Bestandteil der Militärlogistik etablieren und langfristig die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der Streitkräfte verbessern.

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