Das Aufsehen um Cody Wilson und seiner Liberator will einfach kein Ende nehmen. Jetzt hat der 3D-Druckliebhaber und Waffenaktivist den nächsten Schritt eingeleitet.

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Erst am Montag berichteten wir hier bei 3d-grenzenlos über einen potentiellen Nachahmer Cody Wilsons, der seit nun mehr drei Jahren gegen die US-Regierung dafür kämpft die Anleitungen zu seiner 3D-Druckwaffe „Liberator“ wieder online verfügbar machen zu dürfen. Am 11. August wurde schließlich seine einstweilige Verfügung gegen die US-Bundesklage abgelehnt. Jetzt hat der Waffenenthusiast, 3D-Druckliebhaber und Mitbegründer der Defense Distributed einen neuen Weg gefunden seinem Wunsch näher zu kommen.

3D-Druckwaffe
Cody Wilson und seine selbstgebaute 3D-Druckwaffe (Foto: © 3dprint.com)

Das United States Court of Appeals for the Fifth Circuit ist ein Zusammenschluss von Bundesgerichten aus drei US-Bundesstaaten, nämlich Louisiana, Mississippi und Texas, alles Staaten, die in jeder Weise die Legalisierung von Waffen befürworten. Und genau mit diesem Circuit hat Wilson nun einen Termin, so seinem Tweet vom 25.08. zufolge, der die Worte „Ratet mal, wer mit dem 5th Circuit ein Date hat?“ beinhaltete.

Dass seine einstweilige Verfügung abgelehnt wurde hat, wie sich nun herausstellt, seine Vor- und Nachteile: Einerseits stehen sie für die Entscheidung eines Richters, der gegen die Verbreitung von digitalen Anleitungen zum Bau eigener 3D-Druckwaffen ist, andererseits könnte es durchaus möglich sein, dass Wilson durch die Vorladung seitens des Fith Circuits Recht erhalten könnte. Die meisten Gerichte dort könnten eventuell etwas nachsichtiger mit seinem Wunsch sein, als es Robert Pitman war.

Wobei man sich auch die Frage stellt, warum der texanische Richter dagegen war. Was aber einem mehr Grund zum Nachdenken geben sollte, ist wohl die Frage wie die Vereinigten Staaten mit solchen Fällen umgeht. Wilson ist nur ein „kleiner Fisch“ im amerikanischen Waffen-Pool, der seit Jahrzehnten international in der Kritik steht. Es gehe, so die Meinung vieler 3D-Liebhaber, nicht darum, dass Wilson im Internet Waffen zur Verfügung stellt – das braucht er auch gar nicht, da man in den Staaten in fast jedem Supermarkt eine erhält  – es sei viel wichtiger die „Meinungsfreiheit eines jeden US-Bürgers“ zu wahren. Ein Thema auf das mit Wilsons Fall um jeden Preis gewahrt werden soll.

Jetzt heißt es wieder abwarten, aber ja nicht ungeduldig werden – der nächste Clou ist bestimmt nicht weit.

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