FedEx hat die Auslieferung der CNC-Waffenfräse von Cody Wilson gestoppt. Das weltweit agierende US-Logistikunternehmen werde bis auf weiteres keine Maschinen mehr von Defense Distributet ausliefern. Grund ist die unklare Gesetzeslage gegenüber Geräten, die einzig das Ziel verfolgen, Schusswaffen ohne Seriennummer herzustellen.

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Im Oktober letzten Jahres berichteten wir von dem Vorhaben Cody Wilsons, eine CNC-Fräse zu entwickeln, die vorrangig das Ziel verfolgt, Waffen aus Metall zu produzieren. Ohne Seriennummer. Die CNC-Waffenfräse ermöglicht die Produktion von Chassis einer AR-15-Sturmgewehr aus Metall. Die Maschine ist bereits für 1.500 US-Dollar erhältlich und kann damit als bezahlbar für Privatverbraucher eingestuft werden. FedEx, das weltweit operierende Logistikunternehmen aus den USA, verweigert nun bis auf weiteres die Auslieferung der Maschine.

Wir sind zu diesem Zeitpunkt unsicher, ob dieses Gerät eine legale Ware von lokalen, staatlichen und bundesstaatlichen Regierungen ist. Um sicherzustellen, dass wir den geltenden Gesetzen und Vorschriften entsprechen, lehnt FedEx es ab, dieses Gerät zu versenden, bis wir mehr zur Regulierung wissen. (FedEx)

Cody Wilson, Gründer und CEO von Defense Distributet, dem Unternehmen welches hinter der Entwicklung der Waffenfräse steht, zeigt für die Entscheidung von FedEx kein Verständnis. In seiner Reaktion verglich der seine Maschine, welches einzig und allein das Ziel hat, Privatpersonen mit günstigen Waffen auszustatten, mit einer Bohrmaschine, die ja auch dazu genutzt werden kann, Menschen Schaden zuzufügen.

Ghost Gunner
Die CNC-Waffenfräse „Ghost Gunner“ von Cody Wilson’s Unternehmen Defense Distributet (Bild © ghostgunner.net)

Seine Entscheidung, vorerst keine Lieferungen von Defense Distributet mehr auszuführen, begründet FedEx mit der unklaren Rechtslage solcher Maschinen. In den Augen von FedEx sind solche Maschine, mit denen sich Schusswaffen ohne Seriennummern produzieren lassen, illegal. Einige Jura-Professoren aus den USA aber widersprechen dieser Aussage. „Die Herstellung von Schusswaffen durch Einzelpersonen in den USA verstößt nicht gegen das Gesetz“, wird Jura-Professor von der UCLA, Adam Winkler, in dem Blog cointelegraph.com zitiert.

Der Fall zeigt jedenfalls, dass selbst in einem Land wie den USA, in dem der 3D-Druck auch im Privatbereich bereits weit verbreitet ist, die Gesetzeslage nicht eindeutig ist und dringend an die gesellschaftliche Etablierung der 3D-Drucker angepasst werden muss. Sicherlich wird es schwer eine Gesetzesgrundlage zu schaffen, die Maschinen verbietet, die zur Herstellung von illegalen Schusswaffen verwendet werden können. Effektiver könnte es dann sein, wenn sich weitere Unternehmen FedEx anschließen und ein solchen (in unseren Augen) Missbrauch dieser Technologie verweigern zu unterstützen.

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