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Waffen aus dem 3D-Drucker für Jedermann?: Cody Wilson will Details zum AR-15-Maschinengewehr veröffentlichen

Es gibt Neuigkeiten von Cody Wilson. Während er noch an der einen Front gegen die US-Regierung in einem Rechtsstreit kämpft, plant er schon auf der anderen Seite die nächste Front. Cody Wilson möchte die Details zum AR-15-Maschinengewehr der Öffentlichkeit zugänglich machen, was es jedem, der die Pläne hat, ermöglichen würde, sich mit wenig Aufwand und Baumaterialien ein eigenes Maschinengewehr zu drucken. Sicherheitsexperten und Politiker aus den USA und Großbritannien schlagen Alarm.

Logo Ghost GunnerDie Herstellung von Waffen mit einem 3D-Drucker gilt nicht nur in den USA, sondern auch anderen Ländern als kontrovers. Der Gründer der texanischen Initiative Defense Distributed, eine Initiative von Cody Wilson, Erfinder des Liberators, befindet sich derzeit im Rechtsstreit mit der US-Regierung und darf von staatlicher Seite aus die Pläne zum 3D-Druck seiner funktionsfähigen Schusswaffen nicht mehr online veröffentlichen.

Cody Wilsons Kampf gegen Politik und Recht

Die US-Regierung zeigte sich besorgt, dass die Waffen aus dem 3D-Drucker in die falschen Hände geraten könnten. Davor warnen auch Anti-Terrorismus-Experten aus Großbritannien. Nach ihrer Einschätzung könnten diese Baupläne (CAD-Modelle und Anleitungen für den Zusammenbau der Einzelteile) von ISIS-Sympathisanten dazu genutzt werden Terroranschläge auszuführen. Was treibt Cody Wilson nur an, die Technologie der additiven Fertigung für Privatverbraucher für so einen Unsinn so missbrauchen?

Im Jahr 2013 erhielt Defense Distributed die Aufforderung das Download-Angebot seiner 3D druckbaren Waffendesigns einzustellen. Bis dahin wurden die Waffenpläne bereits über 100.000 mal heruntergeladen. Cody Wilson hielt sich an das Verbot aber erhielt später Unterstützung von einem „Second Amendment“-Aktivisten, der ihn dazu aufforderte, das State Department und einige seiner Beamten zu verklagen mit der Begründung, dass es sich bei der Bereitstellung der CAD-Dateien für den additiven Waffenbau um eine Art der freien Meinungsäußerung handelt. Ah ja.

Ghost Gunner

Mit dem Ghost Gunner lassen sich die Waffen von Cody Wison im Schichtaufbauverfahren oder als CNC-Fräse fertigen (Bild © ghostgunner.net; Cody Wilson, Defense Distrubuted).

Der neue Versuch, ein neuer Skandal

Aktuell plant Defense Distributed im April 2016 mit der AR-15 eine Automatikpistole zu drucken und die Pläne dafür zu veröffentlichen. Gegenüber der britischen Zeitung „The Mirror“ bestätigte Cody Wilson, dass sich ein Maschinengewehr aus dem 3D-Drucker in der Planung befindet. Zur Herstellung erforderlich seien nur ein 3D-Drucker, einige Hardware Speicher-Komponenten und ein Schlagbolzen. Schön wenn du die Fertigung von Produkten derart vereinfachst, Cody Wilson. Wie wäre es aber mal mit sinnvollen Projekten, die der Menschheit zum Vorteil sind wie diese oder diese?

„Ich gehe nicht davon aus, dass meine Pläne zur Fertigung von Maschinenpistolen mit Hilfe des 3D-Drucks von Terroristen missbraucht werden. Immerhin gibt es auch Anleitungen zum Bau von Bomben in Büchern.“ (Cody Wilson).

Die Munition selbst soll aus Kunststoff hergestellt werden, ebenfalls additiv (also mit 3D-Druck). Auf die Frage ob seine Waffen-Entwürfe für Terroranschläge missbraucht werden könnten, antwortete Cody Wilson negativ und verwies auf Bücher, in denen steht wie man Bomben bauen könne. Diese Aussage darf man jetzt gerne einmal für einen Moment wirken lassen.

Der britische Geheimdienstoffizier Hamish de Bretton Gordon bezeichnet die Person, welche 3D-Waffenpläne freigibt, als völlig unverantwortlich. Eine solche Freigabe würde die britische Regierung zwingen, nicht nur die Verkäufer von 3D-Druckern zu überwachen, sondern auch deren Käufer.

Diskussion

Es stellt sich nun die Frage, ob Waffen aus dem 3D-Drucker die Gefahr von Terroranschlägen erhöhen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren oder auf unserer Facebook-Seite oder bei Google+.

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