KPMG-Umfrage:

Unternehmen der Metallindustrie investieren in 3D-Druck

In einer Umfrage gaben ein Viertel der Führungskräfte von Unternehmen der Metallindustrie an, bereits in 3D-Druck zu investieren. 27 Prozent derjenigen, die bereits auf die additive Fertigung setzen, wollen in den kommenden 2 Jahren ihre Investitionen ausweiten. Doch nicht alles sehen die Metaller positiv.

Logo KPMGNach der aktuellen Umfrage „2016 Global Metals & Mining Outlook“ der KPMG International unter Führungskräften von Unternehmen der Metallindustrie, gaben 25 Prozent an, bereits in die additive Fertigung investiert zu haben und 27 Prozent wollen ihre Ausgaben im Bereich des 3D-Drucks zukünftig erhöhen.

Weit weniger als die Hälfte alle Befragten sehen die Aussichten für den 3D-Druck in der globalen Weltwirtschaft weniger optimistisch. In der früheren Umfrage „2016 Global Manufacturing Outlook“ (GMO) berichteten 25 Prozent der befragten Hersteller, dass sie bereits in 3D-Drucktechnologie investiert haben und 31 Prozent wollen mit Sicherheit in den kommenden zwei Jahren in diesen Bereich eine Investitionen tätigen.

3D-Druck in Metallindustrie
26% der Metallunternehmen haben bereits in 3D-Druck investiert (Bild © KPMG; Forbes Suvery 2016).

Ein beunruhigendes Zeichen ist, dass die Hälfte der Führungskräfte der Metall- und Bergbaufirmen kein Vertrauen in die Weltwirtschaft für die kommenden zwei Jahren haben – gänzlich unabhängig der positiven Zahlen zur Entwicklung der additiven Fertigung in ihrer Branche. Trotz der düsteren Prognosen für die gesamte Weltwirtschaft gaben 2/3 derer an, im genannten Zeitraum zumindest für sich selbst ein Wachstum verzeichnen zu werden. 63 Prozent gehen von einem wirtschaftlichen Plus für die gesamte Branche aus. Die Metaller sehen also für die Weltwirtschaft zwei schwere Jahre, was aber weniger die Metallindustrie treffen wird.

Wie der Fachmann Tom Mayer von der KGMG International Umfrage „2016 Global Metals & Mining Outlook“ erklärt, habe die additive Fertigung ein „buy to fly“-Verhältnis, bei der die Hersteller nur soviel Material einkaufen müssen, wie sie für den 3D-Druck eines endgültigen Bauteils benötigen. Im Gegensatz zur klassischen Fertigung, welche die zehnfache Materialmenge erfordert. Die Rentabilität von Spezialmetallumformung und Metallbearbeitung werde vom 3D-Druck beeinflusst und kurz- bis mittelfristig erwartete Mayer keine Störung der Nachfrage im Metallsektor. Gute Aussichten also für Metallunternehmen. Und Zeit in Zukunftstechnologien zu investieren.

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