Medizinischer 3D-Druck:

Unternehmen investieren in Supercraft3D etwa 1 Million US-Dollar

Das in Singapur und Indien ansässige Startup Supercraft3D kündigte an, dass es insgesamt 1 Million US-Dollar für Investitionen in die Entwicklung medizinischer Implantate mit Hilfe von 3D-Druck erhalten habe.

Supercraft3D LogoZum Großteil stammen diese Investitionen von Binny Bansal, dem Mitbegründer der E-Commerce-Plattform Flipkart, berichtet „India Times“. Neben Bansal haben vier weitere, nicht näher genannte Anleger in Supercraft3D investiert. Damit möchte das Unternehmen die Entwicklung ihrer 3D-gedruckten medizinischen Implantate vorantreiben und diese auf dem asiatischen Markt anbieten.

Das Unternehmen Supercraft3D wurde erst im September 2016 von Maltesh Somasekharappa und Venkataramana Gorti gegründet. Es hat sich auf die Entwicklung von medizinischen Modellen, Implantaten und chirurgischen Instrumenten mittels 3D-Druck spezialisiert. Besonders interessant ist, dass das Unternehmen maßgeschneiderte patientenspezifische medizinische Geräte und Modelle herstellen möchte, die auf CT-, MRT-, PET- und Röntgenaufnahmen basieren.

Transparantes 3d-gedrucktes Modell eines zwei Tage alten Babyherzens in 10-facher Vergrößerung. (Bild: © supercraft3d.com)

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, sind sie in der Lage, traditionelle Röntgen-, MRT-, CT- und andere diagnostische Bilder meist innerhalb von 24 Stunden zu konvertieren und daraus zu einem Bruchteil der Kosten klare transparente 3D-Modelle zu fertigen. Mit diesen Modellen ist eine bessere Planung von Operationen möglich und auch der Patient versteht seine eigene Anatomie viel besser, bevor ein Krankenhausaufenthalt ansteht. Zugleich dienen die Modelle auch als mögliche Beweismittel.

Supercraft3D ist eigenen Angaben zufolge eines der ersten asiatischen Unternehmen, die kundenspezifische medizinische Implantate fertigen und dafür eine biokompatible hochwertige Titanlegierung nutzen. Die Optionen für medizinische Implantate sind auf dem asiatischen Markt relativ begrenzt, was das Unternehmen jetzt ändern möchte. „Wir bekommen sehr begrenzte Auswahlmöglichkeiten, wenn es beispielsweise um Knieimplantate geht“, so Somasekharappa. „Wir stellen Implantate speziell für den Patienten her, die dessen Alter und dem Lebensstil angepasst sind. Supercraft3D arbeitet derzeit an der Erlangung der FDA- und CE-Zulassung für seine 3D-gedruckten Implantate.“

Verschiedene 3d-gedruckte Komponenten.
Multiple Komponenten werden zu einer funktionellen Einheit zusammengesetzt. (Bild: © supercraft3d.com)

In Bezug auf ihre chirurgischen Instrumente bietet das Startup die Herstellung verschiedener kundenspezifischer Werkzeuge an. Die Kunden können dabei angeben, ob das Instrument nur einmal oder wiederholt genutzt werden soll. Entsprechend werden dann die biokompatiblen Materialien ausgewählt.

Flipkart hat somit zum fünften Mal in ein medizinisch orientiertes Unternehmen investiert. Zu den bislang unterstützten Firmen gehören Pandorum Technologies und ein Bio-Tech-3D-Druck-Unternehmen, welches Indiens erstes 3D-gedrucktes Lebergewebe entwickelt hat.

Gedrucktes Lebergewebe.
Das erste in Indien mittels 3D-Druck hergestellte Lebergewebe. (Bild: © supercraft3d.com)

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