ONLINE-Magazin zum 3D-Druck – Aktuelle News und Entwicklungen aus der Welt der 3D-Drucker
Menu

Studie: Stammzellen aus dem 3D-Stift "BioPen" sind zu 97 Prozent überlebensfähig

Der „BioPen“ ist ein 3D-Stift zum „Zeichnen“ mit Biotinte. Dabei werden Hydrogel und Stammzellen direkt mit dem BioPen auf den Knochen aufgetragen. Eine aktuelle Studie zeigte jetzt, dass mehr als 97 Prozent der Zellen aus dem BioPen überlebensfähig sind.

Logo University of Wollongong AustraliaDie australische University of Wollongong Australia (UoW) hatte mit dem „BioPen“ bereits im Jahr 2013 einen 3D-Biodruckstift vorgestellt, der in seiner funktionsweise mit dem erfolgreichen 3Doodler vergleichbar ist. Der „BioPen“ wurde in enger Zusammenarbeit  zwischen der UoW und orthopädischen Chirurgen des St. Vincent Hospital in Melbourne entwickelt.

Wie funktioniert der BioPen? Neue Zellen lassen sich mit dem „BioPen“ direkt auf dem beschädigten Knochen oder Knorpel zeichnen. Ein Team unter der Leitung von Prof. Gordon Wallace vom Australian Research Council Centre of Excellence for Electromaterials Science (ACES) an der UoW zeichnet für die Entwicklung des 3D-Stifts verantwortlich.

Als Druckmaterial verwendet der 3D-Stift eine Biotinte, die aus einem Biopolymer wie Alginsäure (Alginat) und Stammzellen besteht. Das Alginat ist ein Meeresalgenextrakt, welches von einer zweiten Schicht – bestehend aus Hydrogel – geschützt wird. Die Tinte wird auf die Knochenoberfläche extrudiert und mit dem integrierten UV-Licht des BioPens verfestigt. Die gezeichneten Zellen wachsen anschließend im Innern des Körpers des Patienten, vermehren sich und sorgen für ein Wachstum des Gewebes.

BioPen bei eine beispielhaften Anwendnung (Bild © media.uow.edu.au/).Der BioPen in Aktion (Bild © Screenshot; YouTube/ ACESElectromaterials).Aufbau des BioPen (Bild © media.uow.edu.au/).Visualisierung des BioPen (Bild © media.uow.edu.au/).
<
>
Der BioPen in Aktion (Bild © Screenshot; YouTube/ ACESElectromaterials).

Mit dem 3D-Biostift könnten Chirurgen künftig den beschädigten Bereich eines Knochens oder Knorpels mit der Hydrogel-Lösung füllen. Nach Angaben von Prof. Peter Choong, Orthopädie-Direktor des St. Vincent Hospital, eignet sich diese Art der Behandlung zur Reparatur akut beschädigter Knochen wie zum Beispiel bei Sport- oder Autounfällen.

Die Hydrogel-Lösung kann auch maßgeschneiderte Medikamente aufnehmen, um das Wachstum und Heilung der Zellen zu beschleunigen. Der Prototyp des BioPen besteht aus medizinischen Qualitätskunststoff und Titan, wodurch er sehr leicht in der Hand liegt und einfach sterilisiert werden kann. Alle bislang mit dem BioPen erzeugten Zellen zeigten eine Überlebensrate von mehr als 97 Prozent. Die Studie zum 3D-Biostift wurde vor kurzer Zeit in der Zeitschrift „Biofabrication“ veröffentlicht.

3D-Drucker-Newsletter – kostenlos anmelden:

Teile den Link zu dieser Seite:

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Kommentiere den Artikel


Im Magazin blättern

In Startups und Geschäftsideen blättern

Anzeige

Folge uns auf Facebook!

Folge uns auf Google+

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen