
Traditionell werden für Anwendungen bei kryogenen Temperaturen wie der Speicherung und dem Pumpen von flüssigem Wasserstoff Komponenten aus Edelstahl verwendet. Laut APWORKS kann jedoch die hohe Dichte von Stahl die Leistung in der Luft- und Raumfahrt negativ beeinflussen. Scalmalloy CX bietet hingegen eine geringe Dichte und hervorragende Materialeigenschaften, die es ideal für die nächste Generation von Wasserstoffantriebstechnologien machen.

Bisher wurde das Material Scalmalloy CX vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) getestet. Die Ergebnisse wurden kürzlich auf der ICEC/ICMC-Konferenz vorgestellt. APWORKS plant nun, das Material intern weiter zu erproben und setzt dabei auf die gleiche Vorgehensweise wie beim ursprünglichen Scalmalloy-Material: Zunächst wird das neue Material ausschließlich auf den eigenen Maschinen des Unternehmens produziert, um es später nach ausreichender Erfahrung auch anderen Anwendern zugänglich zu machen. Diese Vorgehensweise minimiert das Risiko für den Endanwender.
In einem bevorstehenden Podcast von Additive Insight erklärte der CEO von APWORKS, Jon Meyer, dass die Entwicklung kryogener Anwendungen weiter voranschreitet, was in Zukunft für wasserstoffbetriebene Flugzeuge von Bedeutung sein könnte. Meyer sieht großes Potenzial in der Nutzung von Wasserstoff und betont die Relevanz von Scalmalloy CX, das sich durch hohe Festigkeit, Duktilität und Zähigkeit bei kryogenen Temperaturen auszeichnet. „Edelstahl ist nicht das leichteste Material. Es hat zwar eine hohe Festigkeit, aber bei minimalen Wandstärken wird es schwer. Für Flugzeuge ist das entscheidend. Scalmalloy CX könnte hier eine sehr gute Alternative sein“, so Meyer.
Darüber hinaus arbeitet APWORKS auch an weiteren Varianten von Scalmalloy, die für Anwendungen bei hohen Temperaturen sowie für elektrische und thermische Leitfähigkeit geeignet sein sollen.






