Stoke Space, ein US-amerikanisches Raumfahrtunternehmen mit Sitz in Kent, Washington, nutzt 3D-Drucktechnologien zur Entwicklung wiederverwendbarer Raketen und fördert damit den Zugang zum Weltraum. Der 3D-Druck im kommerziellen Raumfahrtsektor bietet erhebliche Vorteile, darunter kürzere Produktionszeiten, Gewichts- und Teilereduktion sowie erhöhte Designflexibilität und Nachhaltigkeit, wie wir auf unserer Themenseite in über 300 Beiträgen seit 2013 zeigen.

Mehrstufig wiederverwendbare Raketen

Automatisierte Entpulverungsanlage SFM-AT800-S von Solukon für 3D-Druck in der Raumfahrtindustrie
Die SFM-AT800-S Maschine von Solukon, ein Meisterwerk der Technik für das automatisierte Entpulvern von komplexen 3D-gedruckten Raketenteilen, wie sie von Stoke Space für die Fertigung effizienter und wiederverwendbarer Raketen genutzt wird. (Bild © Solukon)

Stoke Space zielt darauf ab, den Weltraumzugang durch den Einsatz von zu 100% wiederverwendbaren Raketen, die täglich fliegen können, zu revolutionieren. Sowohl die erste als auch die zweite Stufe der Rakete sind vollständig wiederverwendbar, was insbesondere für die zweite Stufe bemerkenswert ist, da diese normalerweise nach einem Einsatz verworfen wird. Stoke’s Rakete zeichnet sich durch ein aktiv gekühltes, metallisches Hitzeschild für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre aus, das stark, widerstandsfähig und mit passiven Ausfallmodi ausgestattet ist.

Solukons Post-Processing-Maschine im Einsatz

Ein wesentlicher Schritt in der Fertigungskette ist das Entpulvern der gedruckten Teile, ein Prozess, der durch die Nutzung der Smart Powder Recuperation (SPR) Technologie vom deutschen Unternehmen Solukon gemeistert wird. Das berichtet Solukon in einer Mitteilung auf ihrer Website. Das Entfernen von überschüssigem Pulver, insbesondere aus den komplexen inneren Strukturen und Kavitäten der aus einem speziellen, hochleitfähigen Kupferlegierung gedruckten Triebwerkskammern, stellt eine signifikante Herausforderung dar. Die von Solukon entwickelte SFM-AT800-S Maschine ermöglicht eine effiziente und zuverlässige Entpulverung dieser komplexen Bauteile.

SPR-Technologie im Fokus

Solukons Flaggschiffmaschine für das Entpulvern, die SFM-AT800-S, nutzt die SPR-Technologie zur effektiven Entfernung von Metallpulver aus den gedruckten Teilen. Dieses System kann Bauteile bis zu 600 x 600 x 600 mm und einem Gewicht von bis zu 300 kg handhaben. Für besonders schwierige Fälle, wie die Entpulverung von Teilen mit schwer zugänglichen Geometrien, bietet Solukon zudem die intelligente Entpulverungssoftware SPR-Pathfinder® an, die die Bewegungsabfolge zur Pulverentfernung optimiert.

Die Zusammenarbeit zwischen Stoke Space und Solukon unterstreicht das gemeinsame Engagement für Innovation und Effizienz in der Raumfahrtindustrie. Durch die Integration fortschrittlicher 3D-Drucktechnologien und spezialisierter Nachbearbeitungsverfahren ebnet dieses Projekt den Weg für die Zukunft der wiederverwendbaren Raumfahrt.

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