Testbericht:

Anet E10 im Test – Von Ausstattung über Aufbau bis zum ersten Druck

Der Anet E10 im Test: Wir haben den Nachfolger des Anet A6 und A8 getestet. Was überzeugt an dem Do-It-Yourself 3D-Drucker des bekannten chinesischen Herstellers Anet und welche Nachteile konnten wir finden? Und was kann der Anwender für die 200,00 Euro bis 300,00 Euro (hier lohnt der Preisvergleich!) erwarten? Hier finden Sie unseren ausführlichen Testbericht zum Anet E10. Vom Lieferumfang bis hin zum ersten Druck und wie gewohnt am Ende unseren beliebten Preisvergleich.

Alles in allem erhält man mit dem Anet E10 einen soliden und guten 3D-Drucker, erreicht aber bei weitem nicht das Niveau seiner Vorgänger Anet A6 und Anet A8. Die Aufbauzeit des Druckers selbst dauert nur 15 bis 30 Minuten. Jedoch darf man trotz vormontierten Bauteilen etwas extra Arbeit und kleine Mängel bei der Lieferung nicht scheuen. Besonders Einsteiger sollten sich bewusst sein, dass sie etwas genauer hinschauen und gegebenenfalls eines der zahlreichen YouTube Videos zu Rate ziehen sollten, um einen rund um gut funktionierenden 3D-Drucker zu erhalten. Doch auch Hobbybastler sowie Familien und Schulen werden mit den von Beginn an guten Druckergebnissen schnell Freude haben – ist der Aufbau erst einmal geschafft. Zum Kauf raten würden wir absoluten Einsteigern eher nicht, dafür gibt es geeignetere Geräte. Als Zweitgerät für erfahrenere Makers aber kann der Anet E10 durchaus eine Kaufüberlegung wert sein.

Anet E10 3D-Drucker

Technische Daten

  • Gerätetyp: FDM
  • Kompatibel mit Windows, Mac
  • Software: Cura
  • Dateiformate: G-Code, STL
  • Material Bauplattform: Aluminiumlegierung
  • Beheiztes Druckbett: Ja
  • Rahmen: Aluminium
  • Anzahl Extruder: 1
  • Nozzle: 0,4 mm Durchmesser
  • Schichtauflösung: 0,1 bis 0,4 mm
  • Maximale Druckgeschwindigkeit: 120 mm/sek
  • Positionsgenauigkeit der X- und Y-Achse: 0,015 mm
  • Positionsgenauigkeit der Z-Achse: 0,004 mm
  • Maximales Bauvolumen: 22,0 x 27,0 x 30,0 cm
  • Gesamtgröße des Druckers: 40,00 x 44,00 x 49,50 cm
  • Maximale Hotend Temperatur: 260 Grad Celsius
  • Maximale Druckbett Temperatur: 200 Grad Celsius
  • Nutzbare Filamente: ABS, HIPS, PLA
  • Filament anderer Hersteller ebenfalls nutzbar: Keine Angaben des Herstellers
  • SD-Kartenslot
  • LCD-Display
  • Gewicht: 9,7 kg (inklusive Verpackung)
  • Preis:
    • ca. 230,00 Euro (Gearbest.com; Stand vom 11.02.2018)
    • ca. 299,00 Euro (Amazon.de; Stand vom 16.02.2018)
      » zum Preisvergleich

Kaufen

Sale
Anet E10 3D Drucker Aluminum Frame Software Multi-Sprache 3D Printer DIY Set
3 Bewertungen
Anet E10 3D Drucker Aluminum Frame Software Multi-Sprache 3D Printer DIY Set
  • 12864 LCD-Bildschirm und Tastatur zur einfachen Offline-Nutzung und Unterstützt 0.1 - 0.4 mm Druckschichtdicke
  • Unterstützt das TF-Karten Offline-Drucken, besonders praktisch, wenn Sie keinen Computer zur Hand haben
  • 220 x 270 x 300 mm großes Volumen, genau richtig für Sie
  • Stabilerer Aluminiumrahmen sorgt für ein besseres Druckerlebnis
  • Die Montage ist einfach und für DIY-Kunden geeignet und Arbeitsbedingung: 10 - 40 Deg. C, Feuchtigkeit 20 - 50 Prozent

Lieferumfang

Zum Standard-Lieferumfang des Anet E10 gehören neben den Komponenten für den 3D-Drucker selbst:

  • Sämtliche Muttern und Schrauben sowie dazugehöriges Montagematerial
  • USB-Kabel
  • 2 x 10 m weißes PLA Filament
  • Eine Dauerhaftfolie
  • Kleiner Spachtel
  • Aufbauanleitung in Druckform
  • USB-Stick (mit Konfigurationsdateien, Bauanleitung, der Software Cura und einigen ersten Druckdateien)

Video

Inbetriebnahme

Bauanleitung

Für den Aufbau des Anet E10 dienen die ausführliche und bebilderte Bauanleitung als ausgedruckte Papierversion und im PDF-Format sowie ein ebenfalls auf dem USB-Stick mitgeliefertes Aufbauvideo. Die Bauanleitung besteht aus acht Schritten und entsprechend schnell und einfach ist der 3D-Drucker aufgebaut, da dieser weitestgehend vormontiert geliefert wird. So besteht der Bausatz aus lediglich drei großen Teilen sowie dem Zubehör. Der obere Rahmen mit Z- und X-Achse sowie Unterteil mit Heizbett und Y-Achse sind bereits vollständig montiert. Als drittes Teil muss die separate Steuereinheit, die Netzteil und Mainboard als stabiles Metallgehäuse umfasst, lediglich an den 3D-Drucker angeschlossen werden. Die Verkabelung an sich geht ebenfalls sehr einfach und schnell, da die Kabel entsprechend beschriftet sind.

Geht man nach Plan vor, ist der Anet E10 in ca. 15 bis 30 Minuten vollständig aufgebaut. Wären da nicht einige kleinere Mängel die zusätzliche Korrekturen benötigen.

So ist zum Beispiel die bereits vormontierte Anordnung der Motoren für die Z-Achse nicht besonders durchdacht und muss durch ein paar Handgriffe optimiert werden. Die an die Motoren angeschlossenen Kabel streifen das Heizbett bei Bewegung und könnten gegebenenfalls daran hängen bleiben. Das lässt sich jedoch relativ schnell beheben, in dem man die beiden Motoren um 90 Grad gedreht neu montiert, so dass die Kabel nach vorne oder hinten zeigen.

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass alle Schrauben bei dem Anet E10 vor Gebrauch nochmal gut nachgezogen werden, da hier einige nur sehr locker bis kaum verschraubt waren.

Kalibrierung

Die Kalibrierung bei dem Anet E10 erfolgt einfach und unkompliziert. Durch die intuitive Bedienung des Menüs lässt sich das Druckbett schnell auf 50 Grad Celsius erhitzen, um die Dauerhaftfolie aufzukleben. Wichtig: Achten Sie darauf dass keine Luftblasen unter der Folie zurückbleiben. Anschließend sollte die X-Achse auf beiden Seiten auf gleiche Höhe und das Druckbett manuell in allen Ecken auf eine niedrige Position gebracht werden. Nachdem alle Achsen zu den Endpunkten gefahren wurden, kann der Druckkopf manuell an die Eckpunkte des Druckbetts gefahren und die optimale Höhe zwischen Düse und Druckbett eingestellt werden. Richtig eingestellt ist die Höhe, wenn ein Blatt Papier nur noch mit leichtem Widerstand zwischen Druckbett und Düse durch gezogen werden kann.

Einführen des Filaments

Bevor das Filament eingeführt werden kann, muss das Hotend auf 200 Grad Celsius vorgeheizt werden. Dann lässt sich das Filament per Druck am entsprechenden Hebel des Extrudermotors problemlos einführen, bis es an der Düse wieder austritt.

Der erste Druckversuch

Um den ersten Druckversuch zu starten, haben wir die Mirco-SD-Karte in den Kartenslot auf der Rückseite der Steuereinheit gesteckt und eine der mitgelieferten Druckdateien ausgewählt.

Das erste Druckergebnis aus PLA Filament kann sich für einen Drucker dieser Preisklasse durchaus sehen lassen. Angenehm war auch die mitgelieferte Dauerhaftfolie, wodurch sich der Druck sehr einfach vom Heizbett lösen ließ.

Wer lieber vom Computer aus mit dem Druck beginnen möchte, kann die gewünschte Datei zudem direkt über die USB-Schnittstelle des Mainboards an den 3D-Drucker senden.

Das sind die Vorteile des Anet E10

Einfach in Aufbau und Anwendung: Durch die vormontierten Module ist der Aufbau des Anet E10 an sich sehr schnell und unkompliziert. Ebenfalls gut gefallen hat uns die sehr einfache und intuitive Bedienung des 3D-Druckers durch die Einknopfsteuerung.

Sicher: Speziell für Familien mit Kindern hat das separate Steuergehäuse definitiv den Vorteil, dass dieses das Netzteil komplett umschließt und so keine offenen Kabel sichtbar sind. Ein- und ausschalten lässt sich der Anet E10 bequem über einen extra Schalter und ermöglicht so eine sichere Handhabung.

Hochwertig: Die Aluminiumkonstruktion des 3D-Druckers ist angenehm stabil und das Steuergehäuse wirkt sehr hochwertig. Auch wenn einige Bauteile im 3D-Druck angefertigt wurden, ist die Kombination dieser Teile mit einigen dafür sehr soliden Metallbeschlägen für uns vollkommen zufriedenstellend. Die Dauerhaftfolie hat uns ebenfalls begeistert, da sich gedruckte Teile gut und einfach lösen lassen.

Gute Druckqualität: Bereits vom ersten Druck an haben uns die Ergebnisse des Anet E10 durchaus überzeugt. Durch ein paar zusätzliche Modifikationen sollte sich das zudem schnell und einfach noch optimieren lassen.

Welche Nachteile weist der Anet E10 auf?

Mangelnde Vormontage: Größter Nachteil des Anet E10 sind definitiv einige Patzer in der Montage. Die Freude über die schnelle Aufbauzeit wird durch Mängel wie lose Schrauben oder falsch angebrachte Motoren doch getrübt. Während erfahrenere 3D-Drucker Nutzer viele der Unstimmigkeiten schnell beheben können, kann das bei Einsteigern zu Frust und Unzufriedenheit führen. Ebenfalls störend sind die vielen kleinen Macken und Kratzer, mit denen der Anet E10 direkt bei Lieferung eintrifft.

Geräuschpegel relativ hoch: Die Aussage vom Hersteller, dass man während des Drucks sogar schlafen kann, können wir leider nicht bestätigen. Auch wenn der Drucker selbst tatsächlich angenehm leise ist, so ist der Lüfter des Steuerungsgehäuses hingegen doch wirklich sehr laut.

Schlechtes Kühlsystem: Deutlich wird zudem, dass der Anet E10 erhebliche Probleme damit hat, besonders hohe eingestellte Temperaturen zu halten. Das liegt daran, dass der am Druckkopf angebrachte Lüfter nicht nur den oberen Teil kühlt, sondern zudem auch das Hotend erwischt. Das macht es dem Anet E10 fast unmöglich, hohe Temperaturen zu erreichen. Mit etwas Klebeband am unteren Teil des Lüfters lässt sich das jedoch recht schnell beheben.

Fazit

Die Preise für den Anet E10 variieren je nach Anbieter zwischen 200 Euro bis 300 Euro (siehe auch unseren Preisvergleich). Mit diesem Preis gehört der 3D-Drucker nicht mehr zu den günstigsten und liegt preislich mittlerweile auch nicht mehr sehr weit vom doch sehr ähnlichen Creality3D CR-10 entfernt (den Testbericht zu diesem 3D-Drucker findet ihr hier). Zwar überzeugt der Anet E10 mit seinen Druckergebnissen sowie der schnellen Aufbauzeit, jedoch schmälern einige Mängel die Freude schnell wieder. Somit muss man sich vor Kauf darüber bewusst sein, dass man für den doch etwas höheren Preis, beispielsweise im Vergleich zu den Vorgängern Anet A6 (zum Testbericht) und Anet A8, noch einiges an Geduld und Einarbeitung mitbringen muss um tatsächlich einen für seinen Preis sehr guten 3D-Drucker zu erhalten. Außerdem sollte man sich überlegen, ob man nicht doch lieber ein paar Euro mehr in die Hand nimmt und sich direkt für den CR-10 entscheidet, um einige der mühseligen Verbesserungen zu umgehen. Wählt man jedoch trotzdem den Anet E10, erhält man mit etwas Kleinarbeit ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der 3D-Drucker eignet sich für Einsteiger, die einige kleine Hürden nicht scheuen und gerne basteln. Durch das sicher verschlossene Steuergehäuse ist die Verwendung in Schulen und Familien ebenfalls durchaus empfehlenswert.

Preisvergleich

Gearbest.com (DE)294,50 €zum Artikel
Gearbest.com (EN)232,15 €zum Artikel
Gearbest (EN)299,93 €zum Artikel
Amazon.de299,00 €zum Artikel
  • schneller Versand und Lieferung.
  • Kostenloser Versand möglich.

Preise vom 16.02.2018. Ohne Gewähr. Preise können aufgrund von Änderungen beim Dollar-Wechselkurs und Preisänderungen der Händler abweichen.

Disclaimer: Es handelt sich bei diesem Artikel um Sponsored Content. Gearbest hat uns zum Testen kostenfrei den Tevo Tarantula zur Verfügung gestellt, aber zu keiner Zeit uns Vorgaben gemacht, was wir über den 3D-Drucker schreiben. Gearbest hat somit keinen Einfluss auf den Inhalt dieses Testberichts genommen.


Bewerte diesen Test und hilf uns besser zu werden:

0 0

Testbericht teilen:

News im Magazin:

Anzeige

3D-grenzenlos-Newsletter – Alle Infos kostenlos per Mail:

Teile den Link zu dieser Seite:

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.