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Testbericht:

ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 – 3D-Drucker im Test

Der Testbericht zum ANYCUBIC 4Max Pro 2.0. Wir haben den ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 getestet. Bei dem Gerät handelt es sich um einen Desktop-FDM-3D-Drucker mit geschlossenem Bauraum der als besonders geräuscharm beworben wird. Weiterhin sticht sein günstiger Preis von unter 500 Euro heraus. Doch was taugt der ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 3D-Drucker? So viel vorweg: Versprechen Sie sich nicht zu viel von dem Gerät! Doch lest unseren Testbericht zum ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 hier selbst und erfahrt mehr über Vor- und Nachteile, Tipps zur Montage und Inbetriebnahme sowie ob sich der Kauf des ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 lohnt und für wen.

ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 3D-Drucker
Der ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 im Test. Sein Testurteil ist gegenüber anderen 3D-Druckern mit geschlossenem Bauraum und dieser Preisklasse eher durchwachsen.

Preiswerte 3D-Drucker aus China werden immer beliebter, insbesondere unter den Anfängern. Der Grund dafür liegt klar auf der Hand – die Nutzer bekommen relativ günstig einen 3D-Drucker, der nicht selten sogar mit einigen Premium-Optionen ausgestattet ist. Anycubic ist eine Marke, die 3D-Drucker mit dem gewissen Etwas produziert und sich mittlerweile auf dem Markt etabliert hat.

Das neueste Produkt der bekannten 3D-Drucker-Marke ist der Anycubic 4Max Pro 2.0 3D-Drucker. Dieser 3D-Drucker mit einer Größe von 454 x 466 x 410 mm möchte mit dem geschlossenen Gehäuse nicht nur schick aussehen, sondern gleichzeitig auch einige Vorteile im Vergleich zu offenen 3D-Druckern aufzeigen. Wir werden das Gerät in diesem Testbericht genauer unter die Lupe nehmen.

Zusammenfassung für Schnellleser

Der Anycubic 4Max Pro 2.0 3D-Drucker hat im Vergleich zu vielen anderen 3D-Druckern aus diesem Preissegment eine bessere Wärmeisolierung. Dadurch unterliegen die Drucke seltener Schwankungen und die Wärme wird besser auf der gleichen Temperatur gehalten. Der Hersteller gibt mit 260 Grad Celsius die max. Düsentemperatur an. Die max. Druckbetttemperatur hingegen liegt bei 100 Grad Celsius. Den eigentlichen Drucker macht das Metallkonstrukt im Inneren des Kastens aus. Der Druckkopf bleibt durch die sogenannte Core-Bauweise immer auf der gleichen Höhe. In der Höhe wird lediglich das Druckbett bewegt.

Das Bauvolumen des Druckbettes beträgt 270 x 210 x 190 mm und ist somit eher für kleinere Druckvorhaben vorgesehen. Zudem haftet der Druck durch die Ultrabase-Glasoberfläche besonders gut, lässt sich aber nach dem beendeten Druck auch einfach und sauber lösen. Unangenehme Gerüche werden dank dem Carbon-Filter nicht nach außen geleitet. Für Licht im Dunkeln und das Beobachten des Druckprozesses sorgt ein LED-Streifen im Gehäuseinneren.

Anycubic 4Max Pro 2.0 wird über ein 3,5-Zoll-Touchscreen bedient. Eine Auto-Aus Funktion verbessert das Druckerlebnis, da sich der Drucker nach Druckbeendigung automatisch abschaltet. Sobald kein Filament mehr zugeführt wird, sorgt die Filament Run-Out Detection Option für eine Druckpause, damit ein neues Filament eingesteckt werden kann. Eine weitere hilfreiche Funktion ist das einfache Leveling per Stellschraube. Für einen leisen Druckvorgang sorgen die Qualitäts-TMC2208-Stepper. Diese werden durch das Gehäuse zusätzlich gedämpft. Der Dual-Gear-Extruder eignet sich für alle gängigen Filamentarten.

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Über den Hersteller

Das Unternehmen Anycubic wurde im Jahr 2015 gegründet und hat sich mittlerweile mit 300 Mitarbeitern in Shenzen (China) auf dem Markt der 3D-Drucker zu einer der beliebtesten Marken entwickelt. Die Unternehmensphilosophie besagt, dass ein 3D-Drucker für jeden erschwinglich und zugänglich sein sollte. Jeder Mensch verdient es, seine Vorstellungskraft, Kreativität und Ideen zu verwirklichen. So hat es sich Anycubic zur Aufgabe gesetzt, diese Philosophie zu unterstützen.

Als bekannter Hersteller und Dienstleister für 3D-Drucker hat das Unternehmen für Kunden auf der ganzen Welt ein Service-, Marketing- und Vertriebs-System eingerichtet. Zudem bietet Anycubic professionelle Technologiedienstleistungen und -lösungen, einschließlich Schulungsdienste und persönliche 3D-Druckberatung. Das Unternehmen erfüllt mit seinem professionellen Service und einem fortschrittlichen Produktportfolio alle Anforderungen des modernen 3D-Drucks und verbessert gleichzeitig die Benutzererfahrung.

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Technische Daten

HerstellerAnycubic
MarkeAnycubic
Modellbezeichnung4Max Pro 2.0
3D-DruckverfahrenFDM
BauweiseKomplettes Gerät
KompatibilitätWindows, Mac, Linux
DisplayTouchscreen
Maximales Bauvolumen270 x 210 x 190 mm
Gerätegröße454 x 466 x 410 mm
RahmenmaterialMetall
USB-AnschlussJa
Druckgeschwindigkeit150 mm/s (50 mm/s empfohlen)
Druckgenauigkeit0,05 – 0,3 mm
Verwendbares DruckmaterialHIPS, PLA, TPU, ABS etc.
Filamentdurchmesser1,75 mm
Extruder1
Düse1
Düsendurchmesser0,4 mm
Maximale Düsentemperatur260 Grad Celsius
Maximale Heizbetttemperatur100 Grad Celsius
AchsenX (0,001 mm), Y (0,0125 mm), Z (0,00125 mm)
DateiformatSTL, OBJ, G-Code
SlicerRepetier-Moderator, Cura
SprachenEnglisch

Montage und Inbetriebnahme

Das etwa 20 kg schwere Paket mit dem Anycubic 4Max Pro 2.0 3D-Drucker kommt richtig gut verpackt an. Wird an den Außenseiten der dicke Schaumstoffpanzer entfernt, kommt das Gerät zum Vorschein. Im Inneren des 3D-Druckers liegt das in Schaumstoffummantelungen gut gesicherte Zubehör. Beim Entfernen der Verpackung und des Schaumstoffes sollte darauf geachtet werden, dass der Schaumstoff aus dem 3D-Drucker nicht zu aggressiv entfernt wird. Durch diverse Kabelbinder wurden bewegliche Teile fixiert, insbesondere der Druckkopf. Es ist notwendig, alle Achsen mit einem vorsichtigen Auge zu inspizieren, um Beschädigungen zu vermeiden.

Was das Zubehör angeht – dieses wird klassisch gehalten und beinhaltet ein Hotend, Ersatz-PTFE-Schlauch, USB-Kabel und ein bisschen Werkzeug. Es wird auch ein beigelegtes weißes Filament geliefert, was zwar nett ist, jedoch qualitativ nicht den Anforderungen entspricht.

Die eigentliche Montage des Anycubic 4Max Pro 2.0 gestaltet sich entspannt. Der Großteil wird bereits vormontiert geliefert. Es müssen lediglich einige Montagekleinigkeiten durchgeführt werden. So muss der Filamentsensor auf die Rückseite mit zwei Schrauben geschraubt sowie die Filamentrollenhalterung gesteckt werden. Das Zweitere wird auf die Rückwand montiert. Die Montage nimmt also gerade mal einige Minuten Zeit in Anspruch. Jetzt nur noch die beigelegte SD-Karte einstecken und mit dem Drucken beginnen.

Drucken mit dem 4Max Pro 2.0

Das Drucken ist der wichtigste Punkt des 3D-Druckers und da zeigte sich der Anycubic 4Max Pro 2.0 als durchschnittlich. Neben den zahlreichen Vorteilen gibt es auch einige Nachteile, auf die wir gleich genauer eingehen werden.

Beim ersten Einschalten und Homing ist die etwas lautere Z-Achse bemerkbar. Zudem gibt es keinen Autolevel-Sensor, was zwar nicht so schlimm ist, jedoch von einer Pro 2.0 Version erwartet wird. Immerhin kann die Düse automatisch über die Firmware an alle vier Ecken fahren. Der Touchscreen reagiert genau und flüssig und bietet die üblichen Menüpunkte auf Englisch. Das 350 W Meanwell Netzteil heizt zügig und da gibt es nichts auszusetzen.

Mechanisch ist der 4Max Pro 2.0 gleich aufgebaut wie die Vorgängerversion. Dabei ist das Gehäuse sauber verarbeitet, stabil und schön. Der Drucker basiert nicht auf dem modernen CoreXY, sondern auf dem Makerbot-Prinzip für den X/Y-Antrieb. Auch hier bewegt sich das zu druckende Objekt nur in der Z-Richtung. So ist das Druckobjekt keinen starken Beschleunigungen oder Vibrationen ausgesetzt, die bei den klassischen Bettschüttlern üblich sind.

Der Bauraum ist in Y-Richtung um 5 mm gewachsen, jedoch auch 15 mm in Z-Richtung geschrumpft. So ist der Bauraum von 270 x 210 x 190 mm (X/Y/Z) eher für kleinere Druckvorhaben vorgesehen. Zudem ist die Geräuschkulisse durch die TMC-2208 Steppertreiber deutlich angenehmer. Die Lüfter sind noch hörbar sowie die etwas lautere Z-Achse.

Ein sehr willkommenes Detail ist die rein weiße LED-Innenraumbeleuchtung. Der neue Druckkopf ist deutlich kompakter, wodurch das Druckobjekt besser beobachtet werden kann. Zudem ist der Anycubic mit zwei stärkeren 5015 Lüftern mit vereinfachtem und besserem Luftweg ausgestattet. Auf dem V5-Heizblock ist keine Silikonsocke, jedoch ein praktischer X-Achsen-Riemenspanner angebracht. Durch ein wenig Optimierung kommen sehr schöne 3D-Drucke aus dem Anycubic 4Max Pro 2.0 heraus.

Geräteeigenschaften und Tipps zur Handhabung

  • Integrierte Metallstruktur verbessert die Gehäusestabilität.
  • Z-Achse Doppelgraphitlager verbessert die Druckgenauigkeit.
  • Wiederaufnahme des Druckprozesses nach einem Stromausfall.
  • Filament Run-Out Detection stoppt den Druck, sobald das Filament zu Ende geht und macht weiter, wenn ein neues eingesetzt wird.
  • Der selbst entwickelte Extruder sorgt für eine reibungslose Filamentzufuhr. Dies soll den Extrusionsdrehmoment optimieren und das Drucken von TPU, PLA, ABS und anderen Filamenten unterstützen.
  • Die geschlossene Bauform des Druckers ermöglicht den sofortigen Beginn des Druckprozesses, ohne komplexe Installationsschritte.
  • Die Metallstruktur verbessert die Druckstabilität und reduziert Vibrationen im Druckprozess.
  • Der 3,5-Zoll-Touchscreen gewährleistet einen sicheren Betrieb und ist gleichzeitig energiesparend. Die intelligente Bedienoberfläche ist einfach und intuitiv zu bedienen. Zudem kann eingestellt werden, dass sich das Gerät nach abgeschlossenem Druckvorgang automatisch ausschaltet. So wird eine sichere Anwendung gewährleistet und gleichzeitig Strom gespart.
  • Die Glasplattform ermöglicht ein leichtes Entfernen der 3D-Druckerzeugnisse nach dem beendeten Druckprozess. Die Plattform gewährleistet eine ordentliche Wärmeleitung bei konstanter Temperatur und eine gute Haftung an der Oberfläche.
  • Das 350 W Meanwell Netzteil hat eine lange Lebensdauer, ist sehr zuverlässig und bietet einen hohen Wirkungsgrad.
  • Die LED-Innenbeleuchtung ermöglicht die Beobachtung des Druckprozesses in Echtzeit.

 

Vorteile

+ Mitgeliefertes Hotend sowie ein Ersatz-PTFE-Schlauch
+ Bessere Wärmeisolierung
+ Carbon-Filter verhindert unangenehme Gerüche nach außen
+ LED-Streifen beleuchtet im Inneren den Druckprozess
+ Filament Run-Out-Detection
+ Leveling per Stellschraube
+ Auto-Aus Funktion
+ Kompakter Druckkopf
+ Leiser Antrieb – keine Staubbelastung und geräuscharm

Nachteile

Qualitativ schlechtes beigelegtes weißes Filament
Eine mangelnde Firmware
Etwas locker liegende Kabel im Inneren des Gehäuses
Gehäuse aus Metall anstatt aus Aluminium
Laute Z-Achse
Kein Auto-Leveling
Unpraktischer Rollenhalter

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* Preise vom 30.01.2021. Ohne Gewähr. Preise können aufgrund von Änderungen beim Dollar-Wechselkurs und Preisänderungen der Händler abweichen.

Fazit

Der 4Max Pro 2.0 3D-Drucker von Anycubic hat gegenüber seinem Vorgänger einige sinnvolle Verbesserungen erhalten, insbesondere die leisen TMC Stepptertreiber und den BMG Klon Extruder. Gegen die größeren Schraubenköpfe fürs Leveling und dem Netzteil von Meanwell gibt es auch nicht auszusetzen. Ein großer Fortschritt gegenüber dem Langloch am Taster ist die einfache Verstellung des Z-Nullpunktes. Dies erfolgt über eine mit Flügelmutter gekonterte Schraube.

In puncto Druckqualität schneidet der Anycubic 4Max Pro 2.0 nicht mehr als zufriedenstellend ab, wobei nun auch TPU-Filamente verarbeitet werden können. In der Kategorie der voll eingehausten Fertigdruckern ist der Anycubic 4Max Pro 2.0 mit einem Preis von 400 – 500 Euro immer noch fast unschlagbar. Es gibt allerdings zahlreiche Mängel, wie z. B die Firmware, die immer noch nicht behoben wurden und das auch nicht den niedrigen Preis rechtfertigen sollte. Der unpraktisch auf der Rückseite angebrachte und zu kurz geratene Rollenhalter ist eine weitere Schwachstelle des 3D-Druckers. Der Anycubic 4Max Pro 2.0 hat zahlreiche Mängel ist allerdings optisch ein ansprechender 3D-Drucker und im Preis sehr niedrig für einen 3D-Drucker mit geschlossenem Bauraum. Vom Kauf des Anycubic 4Max Pro 2.0 muss also nicht gänzlich abgeraten werden, auf dem Markt gibt es aber zahlreiche bessere Alternativen, wie zum Beispiel den Creality CR-10 V3.


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