Testbericht:

Tronxy X1 3D-Drucker-Bausatz im Test

Der Test vom Tronxy X1 3D-Drucker hat eine für seinen Preis von unter 150,00 € durchaus eine gute Druckqualität ergeben. Die Komplexität des Aufbaus ist im Vergleich zu anderen getesteten Geräten mittelmäßig, da die Aufbauanleitung nicht vollständig ist, mit etwas Geduld und der Hilfe im Internet auch für Einsteiger problemlos möglich. Alles in allem ist der Tronxy X1 für den sehr geringen Preis ein solider und guter 3D-Drucker, der sich sowohl als Zweitgerät als auch für Einsteiger eignet.

Tronxy X1 3D-Drucker
Der Tronxy X1 ist ein 3D-Drucker-Bausatz für unter 150,00 Euro.

4 von 5 Daumen hoch

Für Schnellleser – Zusammenfassung:

Der Tronxy X1, ein Desktop-3D-Drucker aus dem Niedrigpreissegment und mit LCD-Display wird als Bausatz angeboten und eignet sich sowohl für Anfänger als auch für versierte Hobbymakers. Familien mit größeren Kindern, die sich vielleicht auch für Technik begeistern, können von diesem Gerät genauso profitieren wie beispielsweise Schulen, die das Gerät im Technikunterricht, bei Projekttagen oder in ihren AGs einsetzen. Gerne wird der Tronxy X1 auch als Zweitgerät eingesetzt oder schlichtweg um in den 3D-Druck mit wenig Budget einzusteigen.

Wer über nicht so umfangreiche technische und handwerkliche Kenntnisse verfügt, wird für den Aufbau zwar etwas länger – vielleicht sogar zwei oder drei Abende – benötigen, lernt aber zugleich die allgemeine Funktionsweise der 3D-Drucker kennen. Alle anderen Bastler und Schrauber werden die Montage des Druckers gern in Angriff nehmen. Obwohl das Modell zu den Low-Cost-3D-Druckern gezählt werden darf, wartet es mit einer durchaus akzeptablen Druckqualität auf. Durch Ergänzungen (beispielsweise beheizbares Druckbett) kann das Gerät noch weiter aufgewertet werden, was wir dem Käufer auch dringend empfehlen, da ein Heizbett eigentlich als Pflicht betrachtet werden sollte. Positiv ist uns auch aufgefallen, dass das Gerät über einen Tragegriff verfügt. So ist ein gefahrloser Transport zu einem anderen Aufstellort möglich. Alles in allem ein Gerät, dass man sich für weniger als 150,00 € durchaus einmal genauer anschauen kann.

Technische Daten

  • Technologie: FDM,
  • Kompatibel mit Windows XP, Windows 7 und höher sowie Mac,
  • Einzelextruder,
  • Druckplatte aus Acryl,
  • Beheiztes Druckbett: Nein,
  • Düsendurchmesser: 0,4 mm,
  • Rahmen aus Aluminium,
  • Schichtauflösung: 0,1 bis 0,4 mm,
  • Druckgeschwindigkeit: 20 bis 150 mm/s,
  • Maximales Bauvolumen: 150 x 150 x 150 mm,
  • Gesamtgröße des Druckers im aufgebauten Zustand: 340 x 356 x 350 mm,
  • Nutzbare Filamente: PLA, ABS,
  • Filamentdurchmesser: 1,75 mm,
  • Filament anderer Hersteller ebenfalls nutzbar,
  • SD-Kartenslot,
  • Software: Repetier-Host, Cura, Slic3r,
  • Datei-Formate: STL, G-Code,
  • LCD-Bildschirm,
  • Control-Mainboard: Melzi 2.0 V5,
  • 3 NEMA-17-Schrittmotoren,
  • Tragegriff,
  • Gewicht: 4,8 kg (inklusive Verpackung),
  • USB-Anschluss,
  • Bedienungsanleitung auf SD-Karte gespeichert,
  • Zertifikate: CE, FCC und RoHs,

Lieferumfang

Zum Lieferumfang* des Tronxy X1 gehören neben dem kompletten Bausatz des 3D-Druckers selbst noch folgende Teile:

1 Extrusionskit,
1 Netzkabel,
1 USB-Kabel,
Kabelbinder,
1 Glasfaserplatte,
1 12 V 5A Adapter,
1 Flacher Schraubendreher,
1 Kreuzschraubendreher,
1 Inbusschlüssel,
SD-Karte.

* Der Lieferumfang bezieht sich auf das Angebot bei Gearbest (siehe Preisvergleich).

Inbetriebnahme

Der Tronxy X1 3D-Drucker wird als Bausatz geliefert. Wer technisch einigermaßen versiert ist, wird sich auch in die leider äußerst knapp gehaltene englischsprachige Aufbauanleitung schnell einlesen. Neueinsteiger haben so aber auch die Möglichkeit, den 3D-Druck von Grund auf kennenzulernen. Um optimale Druckergebnisse zu erzielen, gilt es unter Umständen, später noch einmal zum Schraubenschlüssel zu greifen und nachzujustieren.

Da wir aber nicht den ersten 3D-Drucker selbst aufbauen, war der Zusammenbau für uns kein großes Problem. Wie auch andere schon anmerkten, war uns nicht von Anfang an klar, wann der Controller am besten hätte angeschlossen werden müssen. Hier wären weiterführende Hinweise des Herstellers durchaus sinnvoll.

Im 3D-Drucker wurden Aluminiumprofile verbaut, die zugleich als Achsenführungen eingesetzt sind. Für den Antrieb der Achsen werden jeweils drei NEMA-17-Schrittmotoren eingebaut. Jede Achse ist zugleich mit einem Nullpunkt-Schalter ausgestattet. Als Extruder wird ein Bowden-Typ verwendet, der es auf eine Heizleistung von 40 W bringt und einen NTC-Widerstand als Sensor nutzt. Auf der Arduino-Technologie basiert der Controller. Leider gehört zum Lieferumfang keine beheizte Bauplattform, diese kann aber hinzubestellt werden (hier ab ca. 15,00 € in der Größe 150 x 150 x 150 mm). Die Steuerung wurde in einem kleinen Extrakasten untergebracht. Dieser ist mit einem Display und Steuertasten versehen. Für das Einlesen der SD-Karte wurde hier auch ein Micro-SD-Kartenleser integriert.

Beim Zusammenbau des 3D-Druckers ist darauf zu achten, dass die Endschalter und Umkehrrollen in einem passenden Abstand montiert werden, besonders deshalb, da die maximale Baugröße bei gerade einmal 15 x 15 x 15 cm liegt. Leider ist es auch uns nicht gelungen, Informationen zur Inbetriebnahme des 3D-Druckers auf der SD-Karte oder im Internet zu finden. Die vom Hersteller empfohlenen Softwareprodukte Cura und Slic3r zeigten sich aber als geeignet. Auch wir haben uns deshalb dafür entschieden, auf die Einstellungen von Cura zurückzugreifen. Mit dem Druckergebnis waren wir für das Erste durchaus zufrieden. Manche User berichteten uns auch, dass der Druckbettwagen nicht ganz optimal laufe. Hier würde aber eine Klammer Abhilfe schaffen, die bei Thingiverse heruntergeladen und mit einem Zweitgerät ausgedruckt werden kann.

Worin liegen die Vorteile des Tronxy X1 Desktop 3D-Druckers?

Die größten Vorteile dieses Bausatz 3D-Druckers liegen sicherlich im günstigen Preis, vor allem aber auch in der für den Preis durchaus sehr akzeptablen Druckqualität. So lassen sich an den gedruckten Objekten auch zahlreiche Details sehr gut wiedererkennen.

Eventuell ist es notwendig, weitere Teile wie beispielsweise die bereits erwähnte Klammer auszudrucken und zusätzlich einzubauen. Die Schichtdicke kann zwischen 0,1 und 0,4 mm ausgewählt werden. Die Druckgeschwindigkeit von 20 bis 150 mm/s sehen wir ebenfalls als sehr gut an.

Optional kann neben einer 0,4 mm Düse auch auf Düsen mit 0,2 und 0,3 mm Öffnung zurückgegriffen werden. So lassen sich noch wesentlich feinere Drucke realisieren. Von Vorteil ist auch, dass der Tronxy X1 3D-Drucker kaum vibriert.

Sollen bei den zu druckenden Objekten Schrägen, Überhänge oder aber auch sehr dünne Wände realisiert werden, so stellt dies für den Tronxy X1 kein nennenswertes Problem dar.

Besonders erwähnenswert finden wir auch, dass das Modell über einen Tragegriff verfügt. So ist jederzeit ein gefahrloser Transport zu einem anderen Aufstellort möglich. Nur die Filamente müssten dann noch separat gesichert werden.

Welche Nachteile hat der 3D-Drucker?

Von Nachteil ist sicherlich, dass der Drucker nicht standardmäßig mit einem beheizten Druckbett ausgestattet ist. Hier lohnt es sich durchaus, noch einmal für ein solches extra in die Tasche zu greifen. Auch die recht knappe Aufbauanleitung, die zwar mit einigen Bildern versehen und durchaus aussagekräftig ist, würden wir uns etwas umfangreicher wünschen. Sinnvoll wäre es unserer Meinung nach auch, sie zusätzlich auch in deutscher Sprache abzufassen oder zumindest im Internet zum Download zur Verfügung zustellen.

Zugleich fehlen in der Anleitung Hinweise darauf, zu welchem Zeitpunkt der Montage der Controller hinzugefügt werden sollte. Da das Gerät insgesamt recht klein ist, kann sich die Montage in einem fortgeschrittenerem Stadium durchaus etwas schwierig gestalten. Etwas zu wünschen übrig lässt auch die Leistung des mitgelieferten Lüfters, der sich direkt am Extruder befindet. Hier ist es unter Umständen sinnvoll, auf einen leistungsstärkeren Lüfter zurückzugreifen.

Etwas störend empfanden wir auch die etwas höhere Lautstärke. Hier müssten wir sicher noch etwas an den Einstellungen basteln oder vielleicht auch ein Gehäuse bauen, in dem der Tronxy X1 3D-Drucker untergebracht werden kann.

Fazit

Der 3D-Drucker eignet sich sowohl für Neueinsteiger als auch für Hobbymakers, die auf der Suche nach einem preiswerten 3D-Drucker sind. Für Familien mit größeren Kindern, die sich für Technik begeistern, ist das Gerät ebenfalls eine gute Einstiegsmöglichkeit in den 3D-Druck. Bei der Montage des Gerätes machen sie sich gleich mit der 3D-Druck-Technologie etwas vertraut und planen vielleicht schon die ersten Druckobjekte.

Wer hingegen ein Gerät für den professionellen Einsatz im eigenen Unternehmen sucht, der sollte sich auch unsere weiteren 3D-Drucker-Tests durchlesen, was wir natürlich auch allen anderen Interessenten empfehlen, um so einen besseren Vergleich zwischen den einzelnen Geräten zu haben.

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Ein Gedanke zu „Tronxy X1 3D-Drucker-Bausatz im Test“

  1. So super ist das Ding nun aber auch nicht, aber für 100 Euro ist der Drucker akzeptabel.
    Was nützt zum Beispiel ein Griff wenn die Steuerung separat ist, du brauchst beide Hände.
    Unvollständig, die Federn und zugehörigen Schrauben für das Druckbett sind nicht Bestandteil der Lieferung und auch nicht in der Stückliste.
    Ungenaue Ausrichtung des Motors Z-Achse somit ist auch der gedruckte Halter des NEMA17 unbrauchbar (es sei den man akzeptiert Verspannungen in dem Aufbau und event. ungenauigkeiten) , auch die Führung hat einiges an Spiel !!
    Nach Bauplan steht der Anschluss für Heizbett und zugehöriger Fühler nicht zur Verfügung, obwohl er vorhanden ist,
    was soll das für eine Doku sein, wenn man doch erst ausprobieren muss was den funktioniert ?

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