
BMW hat bereits im Jahr 1991 damit begonnen das additive Fertigungsverfahren im Bereich des Konzeptfahrzeugbaus einzusetzen. Seitdem wurde die Technik stets weiterentwickelt, verbessert und optimiert. 2010 haben die Ingenieure von BMW damit begonnen, dass bis dahin aus mehreren Bauteilen bestehende Wasserpumpenrad, neu zu entwickeln. Ziel war es ein Bauteil aus einem Stück herzustellen, das den extremen Anforderungen noch besser Stand hält. Für die Fertigung der Kleinserie konnte BMW auf die weitreichenden Erfahrungen im additiven Fertigungsverfahren vertrauen und entschied sich schließlich für das Selective Laser Melting (SLT) Verfahren.

Bei diesem 3D-Druck Verfahren entsteht das gewünschte Bauteil Schicht für Schicht in einem 3D-Drucker. Eine 0,05 Millimeter Schicht aus Metallpulver wird mit einem Laser so bearbeitet, dass das Pulver an den entsprechenden Stellen miteinander verschmilzt. Anschließend wird eine neue Metallpulverschicht über das Metall gegossen, damit der Laser die nächste Schicht mit der vorhanden verschmelzen kann. Der Prozess wiederholt sich solange bis ein fertiges Bauteil entsteht.
Dank dieses Fertigungsverfahrens konnte BMW ein Wasserpumpenrad entwickeln, das zum einen aus einem Teil besteht und zum anderen optimal an die Anforderungen der Autos angepasst ist. Im Rennen muss das Bauteil 70 Prozent der Rennzeit auf Hochtouren arbeiten. Durch den 3D-Druck ist das entwickelte Wasserpumpenrad sehr robust und konnte zudem strömungstechnisch optimal konstruiert werden. Zudem müssen keine aufwendigen Werkzeug- oder Gussformen mehr für das Bauteil konstruiert werden. Bedarfsgerechte Anpassungen und Produktionen sind dank der 3D-Technologie wesentlich schneller und wirtschaftlicher machbar.
Wir sind auf das Rennen in Hockenheim und das Abschneiden von BMW schon jetzt gespannt.






