
Biotinte aus dem eigenen Körper
Der Biotechnologe Tal Dvir erklärt laut dem Zeitungsartikel, dass per Biopsie Fettgewebe eines Patienten entnommen wird. Zelluläre und nicht-zelluläre Bestandteile werden getrennt. Fettzellen werden zu Stammzellen verändert, die sich dann in Herzzellen, Endothelzellen und andere Zellen differenzieren. Extrazelluläres Material wie Strukturproteine werden zu Hydrogelen verarbeitet, die dann mit den verschiedenen Zelltypen vermischt werden. Diese Biotinten werden dann für den 3D-Druck des winzigen Herzens genutzt.
Das gedruckte Herz verfügt über Blutgefäße, hat aber noch keine Pumpfähigkeit. Vorgestellt wurde die Entwicklung im Magazin „Advanced Science“. Das Herz ist laut Dvir kompatibel mit dem Patienten, weil es aus eigenem Gewebe geschaffen wird und so keine Immun-Gegenreaktion entsteht. Dies sei das erste Mal, dass ein ganzes Herz mit Zellgewebe und Blutgefäßen gedruckt wurde. In ähnlichen Versuchen griff man bisher auf synthetische Stoffe oder anderes natürliches Gewebe zurück. Der Prototyp soll nun im Bioreaktor reifen. Innerhalb eines Jahres soll das Herz in Tierversuchen getestet werden. Bis das Ganze bei Menschen genutzt werden kann, wird es noch einige Jahre dauern.
Kürzlich haben wir eine neue 3D-Bioprinting-Technik vorgestellt, die Ultraschall verwendet, um lebende Zellen in Gewebe auszurichten. Im 3D-grenzenlos Magazin berichten wir schon seit 2013 auf der Themenseite über die spannenden, einzigartigen Entwicklungen für den 3D-Druck von organischen Substanzen und Organen. Über alle Neuheiten informieren wir Sie auch zukünftig im kostenlosen Newsletter (jetzt abonnieren).
Das 3D-gedruckte Mini-Herz im Video
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