Der 3D-Druckerhersteller UltiMaker hat mit dem UltiMaker S6 ein neues Modell vorgestellt, das gezielt auf die Bedürfnisse technischer Fachkräfte in den Bereichen Fertigung, Wartung und Ausbildung zugeschnitten ist. Der neue 3D-Drucker kombiniert hohe Druckgeschwindigkeit, bewährte Dual-Extrusion-Technologie und ein flexibles Ökosystem – und soll damit die Produktivität bei der Herstellung funktionaler Prototypen und Bauteile deutlich steigern.

Der Ultimaker S6 bietet hohe Geschwindigkeit und optimierte Abläufe

Frontansicht des UltiMaker S6 3D-Druckers mit Luftmanager in Einsatzbereitschaft
Der UltiMaker S6 mit installiertem Luftmanager ist für den industriellen Dauerbetrieb mit hohen Anforderungen an Materialvielfalt und Luftqualität konzipiert. (Bild © UltiMaker)

Ausgestattet mit dem sogenannten Cheetah Motion Planner erreicht der UltiMaker S6 Druckgeschwindigkeiten von bis zu 500 mm/s bei einer Beschleunigung von 50.000 mm/s². Diese Verbesserungen ermöglichen laut Hersteller bis zu viermal schnellere Druckprozesse im Vergleich zum Vorgängermodell. Beide Extruder werden dabei aus einer gemeinsamen Materialstation gespeist, was die Stillstandszeiten im Betrieb verringert.

Zudem stehen zwei Druckplatten zur Auswahl: eine flexible Platte für vielseitige Anwendungen sowie eine Glasplatte für hygienisch anspruchsvolle Einsatzbereiche wie die Medizintechnik oder Lebensmittelverpackung.

Kompatibilität der S6 innerhalb der S-Serie

Ein zentrales Merkmal des UltiMaker S6 ist die Abwärtskompatibilität mit dem Vorgängermodell S5. Dadurch lassen sich bestehende Komponenten wie Materialstationen, Druckkerne oder der Luftmanager problemlos weiterverwenden. Bereits vorbereitete Druckdateien müssen nicht neu aufbereitet werden, was bei großvolumigen oder regelmäßig wiederkehrenden Fertigungsprozessen einen erheblichen Vorteil darstellt.

Der UltiMaker S6 ist vollständig in das Software- und Material-Ökosystem des Herstellers eingebunden. Über die UltiMaker Digital Factory lassen sich Druckaufträge über die Cloud ortsunabhängig verwalten. Unterstützt werden über 300 Materialien, was den Einsatz in verschiedensten Branchen ermöglicht.

Ingenieur mit UltiMaker S6 3D-Drucker in einer Werkstatt bei der Arbeit mit CAD-Modell
Der neue UltiMaker S6 eignet sich durch seine Geschwindigkeit und intuitive Bedienung ideal für Konstrukteure und Fertigungsteams im industriellen Umfeld. (Bild © UltiMaker)

Praxisfeedback und Zertifizierungen

Nutzer aus der Praxis loben die Verbesserungen: Erik Schwartz vom US-Rennsportteam Schwartz Off Road Motorsportz berichtet von spürbar verkürzten Druckzeiten und höherer Flexibilität bei der Teileproduktion. Auch Sophie Grebert vom französischen Dienstleister DP3D sieht im S6 ein zuverlässiges Werkzeug für den täglichen Betrieb.

Produziert wird der S6 in den Niederlanden. Die Fertigungsstätten von UltiMaker sind nach ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Engagement für hohe Standards, insbesondere für Branchen mit anspruchsvollen Vorgaben wie Luftfahrt, Verteidigung und Automobilbau.

Technische Merkmale des Ultimaker S6

Technische Daten – UltiMaker S6
Bauvolumen 330 × 240 × 300 mm
Geräteabmessungen 495 × 585 × 780 mm
Drucktechnologie Fused Deposition Modeling (FDM)
Kompatibler Filamentdurchmesser 2,85 mm
Gewicht 29,1 kg
Maximale Leistungsaufnahme 500 W
Druckgeschwindigkeit bis zu 500 mm/s
Beschleunigung 50.000 mm/s²
Düsendurchmesser 0,25 mm, 0,4 mm, 0,6 mm, 0,8 mm
Schichtauflösung je nach Düse 20–600 Mikron
XYZ-Auflösung 6,9 / 6,9 / 2,5 Mikron
Feeder-Typ Doppelt angetriebener Feeder, verstärkt für Verbundwerkstoffe
Display 4,7-Zoll (11,9 cm) Farb-Touchscreen
Druckkopf Dual-Extrusion-Kopf mit Auto-Düsen-Hebesystem
Druckkerne Austauschbare Druckkerne
Düsentemperatur 180 – 280 °C
Aufheizzeit Düse < 2 Minuten
Betriebsgeräusch < 51 dBA
Druckbett Glasplatte, optional flexible Stahlplatte
Leveling Automatisches aktives Leveling
Aufheizzeit Druckbett < 5 Minuten (20 auf 60 °C)
Betriebstemperatur 15 – 32 °C
Lagerungstemperatur 0 – 32 °C
Software UltiMaker Cura, UltiMaker Digital Factory
Unterstützte Betriebssysteme Windows, macOS, Linux
Kompatible CAD-Plugins SolidWorks, Siemens NX, Autodesk Inventor
Unterstützte Dateiformate STL, OBJ, X3D, 3MF, BMP, GIF, JPG, PNG, GCODE, UFP
Datenübertragung Wi-Fi (2,4 GHz), Ethernet, USB
Zertifizierungen CE, FCC, RoHS, REACH, u.a. für professionellen unbeaufsichtigten Einsatz

Mit dem UltiMaker S6 will das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die wachsenden Anforderungen industrieller Anwender reagieren, die trotz begrenzter Ressourcen eine steigende Produktivität erzielen müssen. Der 3D-Drucker kombiniert bewährte Technik mit moderner Leistungsfähigkeit und bleibt dabei im vertrauten Ökosystem verankert.

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