
Der 3D-Druck spiele bei der Fertigung von Prototypen oder Gebrauchsmustern bereits eine zentrale Rolle, erläuterte Dr. Robert Gmeiner, der Geschäftsführer bei Cubicure ist, in einer Pressemitteilung auf chemie.de. Wie er weiter ausführte, biete der hochwertige 3D-Druck tolle Möglichkeiten und nannte dabei industrielle Produkte, die in geringer Stückzahl hergestellt werden oder auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Kunden abgestimmt werden müssen. Als Beispiel erwähnte er Bauteile im medizinischen Bereich.

Jedoch sei es bislang schwierig gewesen, alle technischen Anforderungen der Industrie gleichzeitig zu erfüllen. Die Forscher der TU Wien arbeiten seit Jahren an der Entwicklung von 3D-Druckverfahren und befassen sich mit Materialmischungen, die optimal für unterschiedliche 3D-Druck-Anwendungen geeignet sind. Schon vor zwei Jahren gelang es den Forschern per 3D-Druck Gold-Nanostrukturen herzustellen.
Das Spin-Off Cubicure resultierte jetzt aus dieser Forschungsarbeit, welches für neuartige Harze jetzt eine neue 3D-Drucktechnik entwickelte. Gedruckt wird bei einer Temperatur von maximal 120 Grad Celsius. Auf diese Weise lassen sich hochviskose Spezialharze gut verarbeiten. Alle auszuhärtenden Bereiche des Harzes werden per Spezial-Laser belichtet. Die Folge ist eine chemische Reaktion, was zu einer Aushärtung des Harzes an den passenden Positionen führt.

Das Ergebnis nach der Abkühlung sind erstklassige Materialeigenschaften der ausgehärteten Harze. Die Harze haben eine Hitzebeständigkeit von bis zu 75 Grad Celsius und weisen eine hohe Festigkeit auf. Stöße werden ohne Schäden abgefangen.
Eine höchst genaue Verarbeitung des Materials ist mit einer Auflösung von bis zu 10 Mikrometern möglich, was rund 1/6 der Dicke eines menschlichen Haares entspricht. Die Oberflächen haben eine sehr hohe Qualität. Vergleichbar mit dem Spritzgussverfahren, heißt es. Wie Dr. Markus Pfaffinger, verantwortlich für Business Development bei Cubicure, in der Pressemitteilung weiter erläuterte, biete die Technologie für viele Anwendungsbereiche große Vorteile. Große Chancen sehe man im Automobilbau, der Luft-, und Raumfahrt, Elektro-, und Elektronikindustrie, Maschinenbau, Feinwerktechnik und der gesamten Zulieferbranche.

Von Cubicure werden anwendungsspezifische Entwicklungsleistungen offeriert. Entsprechend dem Einsatzbereich seien leicht unterschiedliche Harzmischungen optimal und man arbeite gerne mit Kunden zusammen, um gemeinsam den besten Mix an Materialeigenschaften für ihre Anwendung auszuwählen.
Das Angebot der Firma umfasst auch 3D-Drucker, die auf Hot Lithography basieren und neue Materialien mit hoher Genauigkeit verarbeiten können. Hochviskose Spezialharze sind ebenfalls Bestandteil von Cubicure. Auf der Hannover Messe wird mit dem Cubicure Caligma 200 ein neuer 3D-Drucker und eine handvoll damit gefertigter Produkte vorgestellt, die für den kommerziellen Einsatz gedacht sind. Unser Newsletter informiert Sie über weitere Neuigkeiten zu diesem Thema.
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