Versarien LogoDie Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucks scheinen nahezu grenzenlos zu sein – jetzt auch im Straßenbau. Die A30 in Cornwall wurde vor Kurzem mit einer 3D-gedruckten Betonkopfwand ausgestattet – die erste ihrer Art. Die Errungenschaft markiert den Beginn einer Reihe von Versuchen, innovative Bautechniken einzusetzen. Das zeigt das unten verlinkte Video von dem Unternehmen Versarien PLC und Partnern, zu denen auch die University of Cambridge zählt.

Erste 3D-gedruckte Betonkopfwand in Aktion

Kopfwände sind traditionell aus vorgefertigtem Beton mit einer hohen Stahlbewehrung, ihre Form ist jedoch beschränkt. Die neu installierte, gebogene Betonkopfwand an der A30, die keinen Stahl erfordert, wurde im Rahmen eines Versuchs vom Unternehmen Costain eingebaut. Sie ist Teil einer Reihe von 33 Wildtunneln, die unter der neuen zweispurigen Straße angelegt werden.

Die 2,3-Tonnen-Kopfwand wurde mit einem alkalisch-aktivierten zementartigen Material und einem 3D-Drucker gefertigt. Die Technologie des 3D-Drucks ist Teil der Partnerschaft „Digital Roads of the Future“, einer Kooperation unter Leitung von Costain mit Materialspezialisten von Versarien, der University of Cambridge und National Highways.

Zusammenarbeit für eine nachhaltigere Zukunft

3D-Druck im Straßenbau
Anwesend bei der Vorstellung der Kopfwand waren von links nach rechts: Scott Channon und Bhavika Ramrakhyani, beide von Costain, Nick Simmonds-Screech und Neil Winter von National Highways, sowie John Lee, ebenfalls von Costain (Bild © Versarien PLC).

Der erste Prototyp der Kopfwand wurde im Dezember im Betrieb von Versarien in Gloucestershire gedruckt. Während des Druckprozesses wurden Sensoren in die Struktur eingebettet, um Temperatur und Bewegungen über die kommenden Jahre zu überwachen.

Die Wahl fiel auf eine Kopfwand für den Test, da sie einfach zu installieren und zu überwachen ist. Sobald bewiesen ist, dass die Technologie erfolgreich ist, könnte sie auf andere Bereiche ausgeweitet werden, sagt National Highways.

Der Weg in die Zukunft: 3D-Druck im Straßenbau

Das Team betont, dass der Einsatz von additiven Fertigungsverfahren anstelle von herkömmlichem Gießen nicht nur die Notwendigkeit von Stahl ausschließt, sondern auch mehr Flexibilität in der Formgebung ermöglicht – und so Materialkosten einspart. Bhavika Ramrakhyani, Leiterin der Materialabteilung bei Costain, ist optimistisch: „Diese Versuche haben zur weiteren Forschung und Entwicklung der Verwendung von 3D-Betondruck in der Infrastrukturbranche beigetragen.“

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Video zum Projekt

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