Crash-Test-Dummys sorgen bereits seit 1949 dafür, dass Autos und die darin befindlichen Sicherheitsvorkehrungen möglichst gut für die Insassen geplant werden. Im Laufe der Jahre wurden ganze Familien-Dummys gebaut, um der realen Situation so nahe wie möglich zu kommen. Neu gibt es nun eine Crash-Test-Dummy-Oma, damit künftig auch ältere Semester mit all ihren Eigenheiten optimal geschützt sind. Für die Herstellung der Crash-Test-Dummys wurden 3D-Drucker verwendet.

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Der 3D-Druck sorgt in der Automobilindustrie und im Rennsport für eine schnelle und kostengünstige Herstellung von Bauteilen. An effizienten und leichten Bauteilen für Nutzfahrzeuge arbeitet auch Prof. Roman Teutsch von der TU Kaiserslautern. Nun soll der 3D-Druck auch dazu verwendet werden, um wichtige Komponenten für Crash-Test-Dummys zu entwickeln und gerade ältere Menschen bei Unfällen besser zu schützen.

Aus einzelnem Crash-Test-Dummy wurde eine ganze Familie

Abbildung einer Crash-Test-Dummy Oma
Die Dummy-Oma ist 70 Jahre alt, etwa 73 kg schwer und 161 cm groß (Bild © Humanetics).

Crash-Test-Dummys sind seit ihrer Einführung im Jahr 1949 lebensechter und immer ausgefeilter geworden, sodass wir heute eine ganze Dummy-Familie haben – die Frau, den Mann und die Kinder. Unterschiedliche Figuren sollen zeigen, wie sich ein Autounfall auf verschiedene Körpertypen und Körpergrößen auswirken kann. Ältere Passagiere erleiden aufgrund ihres Alters und ihrer weniger robusten Knochen oft innere Verletzungen. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Test-Dummy für die Oma gebaut wird. Dies übernahm das in Michigan ansässige Unternehmen Humanetics, das nahezu alle Test-Dummys weltweit entwickelt und baut.

Die Dummy-Oma ist 70 Jahre alt, etwa 73 kg schwer und 161 cm groß. Ein Körper mit mehr Fleisch im Baubereich spiegelt den typischen Körperbau einer älteren Frau wider, was die Körperinteraktion mit dem Sicherheitsgurt um einiges beeinflusst. Außerdem stellt die erste ältere Dummy-Puppe auch einen technologischen Fortschritt dar, weil sie das erste mit dem additiven Verfahren entwickelte anthropomorphe Testgerät ist. Dabei wurde der gesamte Torso mit neuen Techniken und Materialien mit einem 3D-Drucker hergestellt.

Nach dem optimalen Material wird noch gesucht

Die Dummy-Oma ohne Verkleidung
Es ist schwierig, ein so widerstandsfähiges Material zu finden (Bild © Humanetics).

Laut forbes.com wollen Konstrukteure testen, ob einige Bauteile durch kostengünstigere 3D-gedruckte Gummi- und Kunststoffkomponenten ersetzt werden können, wie zum Beispiel der Brustkorb. Könnte man die Rippe ersetzen, würde die Tür für andere wichtige Organe geöffnet werden. Aber sie sind auf Schwierigkeiten gestoßen, ein so widerstandsfähiges Material zu finden, das den Einflüssen und Kräften einer Crash-Testumgebung standhalten konnte.

Aus einem Stück Federstahl wird die Rippe mit einem traditionellen Prozess hergestellt, wobei dieses Stück wärmebehandelt und geformt wird. Danach wird an die Innenseite der Rippe ein Stück Dämpfungsmaterial geklebt, getestet und mehrmals getrimmt, um die gewünschte Leistung zu erzielen. Einen Haken hat dieser Prozess allerdings – er ist inkonsequent und vor allem teuer, weil im Laufe der Zeit Stahlteile abgebaut werden. Zudem unterliegen Vinyl- und Kunststoffbauteile einer Schrumpfung und Verhärtung, was sich auf die Sensorgenauigkeit auswirkt.

Eine interessante Entwicklung, die in Zukunft viele älterer Menschen retten könnte, da so die Umgebung eines Unfalls simuliert und dessen Einflüsse auf den Körper der älteren Bevölkerung untersucht werden kann. Registrieren Sie sich jetzt für unseren 3D-Druck-Newsletter und bleiben Sie auch zukünftig auf dem Laufenden.

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