Ein neues 3D-gedrucktes Wirbelsäulenimplantat, das auf dem PEEK-Optima-Polymer von Invibio Biomaterial Solutions basiert, hat die FDA-Zulassung erhalten. Das Interbody-System aus PEEK wird von Nvision Biomedical Technologies, einem in San Antonio ansässigen Hersteller von medizinischen Geräten und Implantaten, vermarktet.

Aufbau und Funktion des Implantats

Nahaufnahme eines 3D-gedruckten PEEK-Wirbelsäulenimplantats mit poröser Struktur
Das abgebildete 3D-gedruckte Wirbelsäulenimplantat aus PEEK-Optima zeigt die präzise gefertigte poröse Struktur, die das Einwachsen von Knochen fördern soll (Bild © Nvision Biomedical Technologies).

Das neue System besteht aus Implantaten zur Fusion der Hals- und Lendenwirbelsäule (ALIF). Diese sind mit porösen Strukturen ausgestattet, die das Einwachsen von natürlichem Knochen in mehrere Richtungen fördern und so eine verbesserte Fixierung des Implantats ermöglichen. Nvision und Invibio gaben an, dass es sich bei dem Gerät um das erste seiner Art handelt, das mit der Bond3D-Technologie aus PEEK-Optima hergestellt wurde. Diese Technologie ermöglicht es, sowohl feste als auch poröse Bereiche präzise zu drucken.

PEEK-Optima hat sich bereits in über 15 Millionen Implantaten bewährt. Dank seiner mechanischen Eigenschaften, die denen des menschlichen Knochens ähneln, sowie der besseren Bildgebungsmöglichkeiten gegenüber Titanimplantaten, können Chirurgen den Fortschritt der Fusion besser überwachen, so Invibio.

Zusammenarbeit von Nvision und Invibio

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen begann vor mehreren Jahren, insbesondere in der Entwicklung von Wirbelsäulen- und Fuß- sowie Sprunggelenkimplantaten. Bereits 2020 erhielt Nvision eine FDA-Zulassung für ein Osteotomie-Keilsystem, das ebenfalls aus dem PEEK-Optima HA Enhanced-Polymer von Invibio gefertigt wurde.

Laut Dr. Steven Lee, einem Facharzt für Wirbelsäulen- und Orthopädiechirurgie, bietet das neue Implantat mehrere klinische Vorteile:

„Das Elastizitätsmodul von PEEK-Optima verhindert das Einsinken der angrenzenden Knochen. Dank der Radiotransparenz kann der Fusionsprozess überwacht werden. Die poröse Struktur des Implantats fördert das Knochenwachstum direkt in das Gerät, was die Stabilität der Konstruktion erhöht.“

Nvision und Invibio wollen ihre Zusammenarbeit in der Entwicklung von 3D-gedruckten PEEK-Implantaten fortsetzen, um den steigenden Anforderungen von Chirurgen und Patienten weltweit gerecht zu werden.

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