Bislang kommt die additive Fertigung (3D-Druck) im Tiefbau nur wenig zum Tragen. Deshalb stellt die neue Brücke auch aus Sicht der Verantwortlichen einen Meilenstein dar. Die architektonische Gestaltung übernahm das Institut für Erweiterte Architektur Kataloniens, für die Errichtung war das spanische Ingenieurbüro Acconia verantwortlich. Acconia kann nun für sich reklamieren, das erste großtechnisierte Hochbauprojekt Spaniens mit einem 3D-Druck realisiert zu haben.

Brücke aus 3D-Drucker
Diese Brücke wurde mit dem 3D-Druck-Verfahren hergestellt. (Bild: Screenshot YouTube/NTV Madrid)

Die Fußgängerbrücke besteht aus Techniken der organischen und biometrischen Architektur und ähnelt den in der Natur vorkommenden Formen. Dank der Recycling-Rohstoffe hat die Brücke während des Herstellungsprozesses der Stadt praktisch keine wirtschaftlichen Kosten verursacht. Die Stadtverwaltung berichtet, dass die Menge an Abfall, Ressourcen und Energie, die sonst normalerweise für die Herstellung von Betonteilen notwendig ist, deutlich geringer ausgefallen sei.

Weitere Vorteile des 3D-Drucks großer Betonteile sind die Vielseitigkeit und die Freiheit, strukturelle Elemente ohne Formen zu schaffen, dabei aber auch eine hohe Gesamtflexibilität und Anpassungsfähigkeit an jedwede Form zu erreichen. Zugleich sei die Architektur unglaublich stabil, sodass sie großen Widerstand leisten könne.

Es steht zu vermuten, dass es auch in Zukunft in Alcobendas ähnliche bahnbrechende Projekte geben wird. Dazu könnten beispielsweise Bänke, Telefonzellen und Abfalleimer gedruckt werden. Auch bei der Erhaltung des historischen und kulturellen Erbes ist die additive Technologie einsetzbar. Einen Park fast vollständig mit dem 3D-Drucker geschaffen? Möglich wäre das. Abgesehen von Pflanzen und Lebewesen natürlich, denn das wird in den kommenden 10 Jahre noch kein Thema sein.

Die Fußgängerbrücke im Castilla La Mancha Park macht bereits jetzt schon internationale Schlagzeilen und kann sich zum Touristenmagnet für die nördlich von Madrid gelegene Dtadt entwickeln. Es ist davon auszugehen, dass auch im übrigen Europa im Bereich des Tiefbaus verstärkt auf additive Fertigungstechniken zurückgegriffen wird. In welcher Form, bleibt abzuwarten. Wir von 3D-grenzenlos werden darüber auf jeden Fall wie gewohnt in unserem Newsletter bei allen Neuigkeiten berichten.

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