In einer Demonstration der Möglichkeiten des 3D-Drucks im Bauwesen hat Godrej Construction, eine Tochtergesellschaft von Godrej & Boyce, in Mumbai, Indien, ein voll funktionsfähiges Büro mit einer Fläche von etwa 46 Quadratmetern in nur 40 Stunden errichtet. Das berichtet „Hindustan Times“. Das Projekt, das auf dem grünen Campus in Khalapur durchgeführt wurde, steht als Beispiel für die innovative Nutzung von 3D-Drucktechnologien im Bauwesen.
Verwendung nachhaltiger Materialien
Das Büro, liebevoll „The Cocoon“ genannt, besticht durch sein geschwungenes, elliptisches Design. Es wurde aus vorgefertigten Modulen konstruiert, die mit der 3D-Drucktechnik hergestellt und dann innerhalb von 40 Stunden zusammengefügt wurden. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung von nachhaltigen Materialien: Der Betonmischung wurden bis zu 20% recycelte Betonaggregate (RCA) beigemischt, die aus Bauschutt in der Recyclinganlage von Godrej & Boyce in Vikhroli, Mumbai, gewonnen wurden.

Anup Mathew, Senior Vice President und Geschäftsführer von Godrej Construction, betont die Bedeutung des Projekts:
„‚The Cocoon‘ ist ein Ausdruck unseres unermüdlichen Strebens, Grenzen zu überschreiten – nicht nur in Bezug auf architektonisches Design, sondern auch hinsichtlich der Neudefinition von Bauzeiten.“
Die Konstruktion des Projekts umfasste die vollständige Installation der 3D-gedruckten Module, Zivilarbeiten, Abdichtungen, Bodenbeläge, Außen- und Innenanstriche, Elektroarbeiten, Beleuchtung, Klimaanlageninstallation, Sanitär, Entwässerung und die Einrichtung des Büros.
Abhijeet Gawde, Leiter der Geschäftsentwicklung und des Marketings bei Godrej Construction, erläutert die Herausforderung:
„Das Cocoon-Projekt wurde ins Leben gerufen, um die Bauzeiten herauszufordern. Unsere Planung zielte darauf ab, die Fertigstellung von zwei Monaten auf letztendlich 40 Stunden zu reduzieren.“
Godrej Construction hat sich frühzeitig für nachhaltige Praktiken und Materialien entschieden und bereits 2016-17 eine Anlage zur Herstellung von recyceltem Beton eingerichtet. Gawde fügt hinzu:
„Mit der zunehmenden Urbanisierung ist es dringend erforderlich, die Emissionen durch die Verwendung nachhaltiger Baumaterialien zu reduzieren.“






