Ein YouTuber und anscheinend großer Fan der Liberator macht im Augenblick mit seiner eigenen Hybridwaffe Schlagzeilen: Die Shuty stammt dabei nicht nur aus dem 3D-Drucker, sondern wirft auch neue Fragen bezüglich der Waffengesetze in den USA auf.

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Shuty
Die Hybridwaffe aus dem Internet: Shuty (Screenshot © yotube.com/ derwoodvw)

Der Name Cody Wilson dürfte jedem, der sich auch nur ein wenig mit 3D-Druckern auskennt mittlerweile ein Bergiff sein. Dies ist nicht nur der Tatsache verschuldet, dass der Bauplan zu Wilsons selbstgedruckter Waffe, der Liberator, eine zeitlang frei im Internet kursierte, auch der seit zwei Jahren andauernde Kapf gegen seine Regierung sorgt weltweit für Schlagzeilen. Während es dem amerikanischen Außenministerium darum geht, dafür zu sorgen, dass die Anleitungen zu einer 3D-Druckwaffe nicht in die falschen Hände gerät, ist der Hobby-Maker und Waffenliebhaber nur daran interessiert sich nicht in seinen Rechten verletzt zu fühlen und genau da liegt die große Problematik.

Einzelteile Shuty
Einzelteile der Shuty (Foto: © 3dprint.com)

Die Liberator, die zum größten Teil aus Plastik besteht und eigentlich niemanden verletzten könnte, sieht die US-Regierung als Gefahr, denn schon die Möglichkeit sich seine eigene Waffe selber zu bauen, könnte in vielen den Wunsche erwecken aus einer einfachen Plastikwaffe auch irgendwann eine viel gefährlichere Schusswaffe zu kreieren. Einige Wilson-Fans und Nachahmer gibt es nämlich schon, einer der Besten ist auf YouTube unter dem Pseudonym derwoodvw zu finden. Eins seiner Videos zeigt, wie man sich ganz einfach die Shuty nachbauen kann, eine 9 Millimeter-Semi-Automatik-Pistole, die aus Teilen einer A-15 und den der selbstgebauten Waffen von P.A. Luty besteht. Letzterer ist in den Staaten für das improvisierende Zusammenbauen von Waffen mehr als bekannt.

Für den Druck der Shuty-Einzelteile hat der YouTuber ganz normales PLA und einen Orion 3D-Drucker von SeeMeCNC verwendet. Einzelteile einer AR-15 und einer Glock kombiniert mit einem metallischen Riegel machen die Hybridwaffe komplett. Zwar sieht die Shuty nicht besonders schön aus und auch die Tatsache, dass sie aus Plastik besteht macht sie nicht zu einem so gefährlichen Spielzeug, wie zuerst angenommen, doch ist sie in den Augen vieler eine große Gefahr für die nationale Sicherheit.

Nachahmer Wilsons gibt es schon, bleibt nur noch abzuwarten, wie lange es dauert bis sich jeder seine eigene Waffe einfach zusammenbasteln kann. In den Vereinigten Staaten darf so gut wie jeder eine Waffe besitzen und damit gerät das Land immer wieder in die internationale Kritik, das Drucken eigener Waffe rückt das Ganze nicht gerade in ein besseres Licht.

Video zeigt Einsatz von Shuty

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