Das Unternehmen Shell nutzt additiv gefertigte kritische Ersatzteile für eine Pumpe im Shell Energy and Chemicals Park in den Niederlanden. Zusammen mit dem Energietechnologieunternehmen Baker Hughes sollen additiv gefertigte Laufräder die Anforderungen kritischer Pumpen zuverlässig erfüllen, ohne dass kostspielige Ersatzteile gelagert werden müssen. Shell setzt schon seit zehn Jahren bei verschiedensten Anwendungen auf die additive Fertigung und möchte mit globalen Lieferanten das Portfolio mit 3D-Druckern hergestellte Ersatzteile erweitern.

3D-Druck für mittelkritische Komponente

Gemeinsam mit Baker Hughes hat Shell Laufräder für eine mittelkritische siebenstufige Kreiselpumpe additiv hergestellt. Es gelang ihnen, die für den Betrieb erforderliche Qualität zu erreichen. Dadurch, dass Artikel nicht gelagert werden, reduziert Kosten um hunderttausend US-Dollar für jede in Betrieb befindliche Pumpe, was zu skalierbaren Einsparungen führen kann.

Ein weiteres Ziel war es, einen wiederholbaren Qualifizierungsprozess für Anbieter additiv gefertigter Teile zu entwickeln, um die Ausweitung des Einsatzes der additiven Fertigung im Energiesektor zu erreichen. Beide Unternehmen arbeiten daran, ein digitales Portfolio von Laufrädern zu schaffen, die für Shell additiv gefertigt werden können.

3D-gedruckter Zentrifugalpumpenrotor
Die Kreiselpumpe mit den additiv gefertigten Komponenten wurde kürzlich in Betrieb genommen (im Bild: 3D-gedruckter Zentrifugalpumpenrotor)(Bild © Baker Hughes / Shell).

Die Kreiselpumpe wurde mit den additiv gefertigten Komponenten im Mai 2022 erfolgreich in Betrieb genommen. Die Pumpe wurde intensiven Tests vor der Installation unterzogen, um für den Betrieb zugelassen zu werden.

Stimmen der Partner

Leo van Driel, Senior Rotating Equipment Engineer, Shell Energy and Chemicals Park Rotterdam, sagte:

„Die 3D-Druckexperten von Shell und Baker Hughes haben umfangreiche Forschungs- und Qualitätsprüfungsschritte entwickelt. Dies hat uns davon überzeugt, dass die additive Fertigung eine sichere und zuverlässige Fertigungstechnik für Pumpenlaufräder ist. Ich glaube, dass dies ein Wendepunkt im Ersatzteilmanagement sein könnte.“

Enrico Mangialardo, General Manager, Baker Hughes Pump Division, sagte:

„In Zusammenarbeit mit Shell führen wir innovative additive Fertigungslösungen ein, um die Vorlaufzeit zu verkürzen und die physischen Bestände zu verringern und gleichzeitig die CO2-Bilanz des Betriebs zu minimieren. Wir glauben, dass es die Funktionsweise der Lieferketten, einschließlich der Kreiselpumpen, erheblich verbessern kann.“

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