Finanzspritze:

Wolfprint 3D wirbt bei Investoren 500.000 US-Dollar für 3D-Scanning-Pods „Luna 3D“ ein

 29. Dezember 2016  Susann Heinze-Wallmeyer  

Das estnische Startup Wolfprint 3D, Hersteller von 3D-Scanning-Pods Luna 3D, hat soeben bekanntgegeben, dass es durch eine Seedinvest Crowdfunding-Investment-Kampagne 500.000 US-Dollar eingenommen hat. Diese Mittel sollen dazu beitragen, 3D-Scans und auch die personalisierte virtuelle Welt Interessenten besser zugänglich zu machen.

Wolfprint 3D LogoWolfprint 3D wurde im Jahr 2014 von Timmu Toke gegründet und hat sich seitdem stetig weiter entwickelt. Vor Kurzem stellte das Unternehmen seine kompakten 3D-Scanning-Pods „Luna 3D“ vor. Diese mobilen Geräte ermöglichen detaillierte 3D-Scans von Gesichtern. Die Pods haben die Form eines Eies und sind so konzipiert, dass sie fast überall aufgestellt werden können. Mögliche Standorte sind beispielsweise Einkaufszentren, Flughäfen und andere öffentliche Räume.

3D-Sanning-Pod Luna 3D.
Ein Modell des Wolfprint 3D-Scanning-Pods Luna 3D (Bild © Wolfprint 3D).

Die 3D-Scanning-Pods ermöglichen die Herstellung von 3D-Modellen, sind in erster Linie aber darauf ausgerichtet, personalisierte Virtual Reality-Inhalte zu erzeugen. Die Anwender sollen also als Avatare auf einfache und vor allem kostengünstige Weise in die virtuelle Realität eingebunden werden. Bislang wurden mehr als 3.000 Menschen gescannt und deren Avatare bereits in VR-Umgebungen eingesetzt.

Ein besonders wichtiges Argument für die 3D-Scanning-Pods sind die niedrigen Kosten. Toke erklärte dies folgendermaßen: „Früher hätten Sie, wenn Sie einen qualitativ hochwertigen Scan von sich selbst erhalten möchten, in ein spezielles 3D-Scanning-Studio gehen müssen. Wir können die gleichen 400-Dollar-Scans machen, aber bei fast null Kosten.“ Jeder 3D-Scanning-Pod ist mit sechs High-Definition-Kameras ausgestattet, für die Generierung der digitalen Modelle werden weniger als 90 Sekunden benötigt.

Mit der speziellen Wolfprint 3D-API ist es VR- und Gaming-Unternehmen möglich, die 3D-Scans in ihre Datenbank einzufügen und diese in die virtuelle Realität zu integrieren. Der Benutzer soll in der Lage sein, sich auf der Online-Plattform des jeweiligen Anbieters anzumelden und seinen eigenen 3D-Scan als Avatar in verschiedenen VR-Anwendungen und Spielen zu nutzen.

3D-Druck-Selfie und -Scan
Mit dem 3D-Scanner können Avatare für VR-Anwendungen oder auch ein Selfie aus dem 3D-Drucker hergestellt werden (Bild © lunascanner.com).

Anschaffungskosten nur 8000 Euro

Die Anschaffungskosten der 3D-Scanning-Kabinen sollen nach Unternehmensangaben bei 8.000 Euro liegen. Als voraussichtliche Einnahmen erwartet Wolfprint 3D jährlich etwa 50.000 US-Dollar pro Kabine. Die Anschaffungskosten amortisieren sich somit binnen weniger Monate, kalkuliert das Unternehmen.

Bis jetzt hat Wolfprint 3D insgesamt vier 3D-Scanner hergestellt und an drei unterschiedlichen Standorten aufgebaut. In Zukunft sind auch Lizenzvereinbarungen mit Unternehmen wie beispielsweise Paramount und Nike angedacht. Nach Informationen auf der Seedinvest-Seite von Wolfprint 3D gibt es bereits auch eine Vereinbarung mit einem US-Fotostand-Unternehmen.

Insgesamt schätzt Wolfprint 3D, dass der VR-Markt und der globale 3D-Scanning-Markt bis 2020 auf 120 Milliarden US-Dollar anwachsen wird. Über die weitere Entwicklung von Luna 3D und den Markt für 3D-Scanner berichten wir wie gewohnt kostenlos in unserem Newsletter.

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