Das Berliner Unternehmen 1000 Kelvin hat auf der diesjährigen Formnext die neueste Version seiner AMAIZE-Software vorgestellt. AMAIZE 2.0 ist ein KI-gestützter Co-Pilot, der speziell für den 3D-Druck mittels Laser-Pulverbettfusion (L-PBF) entwickelt wurde. Die aktualisierte Software bietet neue Funktionen, die über die bisherige automatische Generierung von Werkzeugpfaden hinausgehen und nahezu alle Aspekte des L-PBF-Workflows abdecken.

Während sich die ursprüngliche Version auf physikbasierte maschinelle Lernverfahren zur Werkzeugpfad-Generierung konzentrierte, führt AMAIZE 2.0 Funktionen wie Überprüfungen der Druckbarkeit und automatisierte Stützstruktur-Generierung ein. Diese Neuerungen sollen dazu beitragen, häufige Probleme bei der additiven Fertigung zu lösen und einen erfolgreichen Druck beim ersten Versuch zu ermöglichen.

„Unser Ziel ist es, die additive Fertigung einfacher, präziser und vorhersehbarer zu gestalten“, erklärte Dr. Omar Fergani, Mitgründer und CEO von 1000 Kelvin.

Bildschirmansicht der AMAIZE 2.0 Software mit Analyse-Ergebnissen und optimierter Druckvorbereitung für L-PBF-3D-Druck
Darstellung der AMAIZE 2.0 Software bei der Analyse und Optimierung von Druckdaten für die Laser-Pulverbettfusion (Bild © 1000 Kelvin).

Erweiterte Funktionen und Vorteile von AMAIZE 2.0

Die neu eingeführten Werkzeuge von AMAIZE 2.0 umfassen:

  • Druckbarkeitsprüfung: Automatische Validierung und Optimierung von Designs, die die Anzahl der Überarbeitungszyklen um 40 % reduzieren soll.
  • Kostenschätzung: Frühzeitige Berechnungen der Produktionskosten mit einer geschätzten Steigerung der Angebotsgenauigkeit um 30 %.
  • Automatisierte Stützstrukturen: Physikbasierte Druckvorbereitung, die den Materialverbrauch um bis zu 20 % verringert und eine benutzerfreundliche Bedienung ermöglicht.
  • Optimierung der Belichtungsstrategie: KI-gesteuerte Parameter zur Reduktion von Druckfehlern um 50 %.

Zusätzlich zu diesen neuen Funktionen integriert die Software etablierte Werkzeuge wie Co-Design, Druckvorbereitung und Fehlerprognosen. Ziel ist es, Zeit und Kosten in der additiven Fertigung weiter zu senken.

Verfügbarkeit und Marktintegration

Die Software steht derzeit für Early Adopters zur Verfügung, darunter Unternehmen wie EMERSON, HENNgineered, FKM, A*Star und Ultimetal. Verschiedene Lizenzmodelle, darunter eine jährliche Lizenz sowie ein nutzungsbasiertes Preismodell, bieten auch kleinen Unternehmen Flexibilität.

Mit Standorten in Berlin und Boston hat 1000 Kelvin in diesem Jahr zudem ein AMAIZE-Plugin für Autodesk Fusion sowie eine Integration für EOS-3D-Drucker auf den Markt gebracht.

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