Apium Additive Technologies, ein deutsches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von 3D-Druckern spezialisiert hat, hat Insolvenz angemeldet, um neue Investitionsmöglichkeiten zu suchen. Dieser Schritt erfolgt aufgrund finanzieller Engpässe, da der aktuelle Investor nicht die benötigten Mittel bereitstellen kann, um die neueste 3D-Druckplattform, den Apium P400, für den medizinischen Markt zu qualifizieren.

Das 2016 gegründete Unternehmen, welches in der Herstellung von Werkzeugmaschinen tätig ist, beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 1 Million EUR. Apium hat eine patentierte Technologie entwickelt, die hochleistungsfähige Thermoplaste verarbeitet und dadurch hochfeste Komponenten für medizinische Anwendungen produziert. Die Technologie ermöglicht es Medizinern, individuell angepasste Implantatlösungen schneller zur Verfügung zu stellen, was den Behandlungserfolg signifikant beschleunigen könnte.

Die Rolle von Apium im medizinischen und industriellen Sektor

3D-Drucker Apium P400 von Apium Additive Technologies für medizinische Implantate
Der Apium P400, eine zukunftsorientierte 3D-Druckplattform von Apium Additive Technologies, speziell entwickelt für den medizinischen Sektor. Apium strebt an, dieses Modell weiterhin zu qualifizieren, um die Behandlungserfolge im medizinischen Bereich zu beschleunigen. (Bild © Apium Additive Technologies)

Viele Kunden nutzen bereits erfolgreich die Apium 3D-Drucker zur Herstellung von kundenspezifischen Implantaten, die auf medizinischen Vorgaben und CT- oder MRI-Daten basieren. Auch medizinische Forschungseinrichtungen setzen die Produkte von Apium ein, um Materialien und Komponenten zu entwickeln und zu testen, bevor diese im klinischen Alltag eingesetzt werden.

Lars Pfotzer, der Geschäftsführer von Apium, erklärt: „Wir bedienen bereits erfolgreich die Industrie- und Medizinmärkte weltweit und möchten unseren Fokus nun verstärkt auf den medizinischen Sektor legen. Dazu ist es erforderlich, unsere neueste Produktplattform, den Industrie-3D-Drucker Apium P400, für den medizinischen Markt zu qualifizieren.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter, Holger Blümle, von der Kanzlei Schultze & Braun, betont das hohe Potenzial von Apium und die Notwendigkeit neuer Investitionen: „Durch die hohen Entwicklungs- und Markterschließungskosten konnte Apium sein Potenzial unter der aktuellen Eigentümerstruktur nicht voll ausschöpfen. Die laufenden Insolvenzverfahren bieten Investoren die Möglichkeit, das Unternehmen lastenfrei zu übernehmen und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Es wird berichtet, dass bereits erste Interessensbekundungen eingegangen sind. Blümle und sein Team planen, schnellstmöglich mit potenziellen Investoren in Verhandlung zu treten, um Apium aus dem Insolvenzverfahren zu führen und die Unternehmenszukunft zu sichern.

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