Der 3D-Druck-Spezialist Stratasys hat umfassende Umstrukturierungspläne bekannt gegeben, die eine Reduzierung der Belegschaft um etwa 15 % bis Ende des Jahres beinhalten. Diese Maßnahmen sollen das Unternehmen finanziell stabiler machen und es in die Lage versetzen, besser auf wirtschaftliche Zyklen zu reagieren. Durch diese Schritte erwartet Stratasys jährliche Einsparungen von rund 40 Millionen US-Dollar ab dem ersten Quartal 2025 und eine jährliche EBITDA-Marge von 8 % bei den aktuellen Umsätzen.
Dieses Realignment sei entscheidend, um nachhaltige Rentabilität und Cashflow zu gewährleisten, so Dr. Yoav Zeif, CEO von Stratasys. Zeif erklärt weiter:
„Um unsere Marktführerschaft zu erhalten, überprüfen wir kontinuierlich unser Geschäftsmodell, um es an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Bemühungen unseren Kunden helfen werden, ihre größten Herausforderungen im Bereich der Fertigung effektiver zu bewältigen.“

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen der Veröffentlichung der Finanzzahlen für das zweite Quartal 2024. Stratasys meldete einen Umsatz von 138 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von den 159,8 Millionen US-Dollar des Vorjahreszeitraums entspricht. Das Unternehmen führt dies auf die anhaltenden Auswirkungen des derzeitigen makroökonomischen Umfelds zurück, das die Kaufbereitschaft seiner Kunden für Investitionsgüter beeinträchtigt. Positiv hervorzuheben ist jedoch eine Verbesserung der Bruttomarge sowohl nach GAAP um 230 Basispunkte als auch non-GAAP um 50 Basispunkte. Dennoch verzeichnete Stratasys im Quartal einen Nettoverlust nach GAAP von 25,7 Millionen US-Dollar.
Fokus auf Produkte mit höchstem Wachstumspotenzial
Das Unternehmen plant, den Fokus stärker auf Produkte mit dem höchsten Wachstumspotenzial im Bereich Materialien und Software zu legen. Dazu gehört auch die Erweiterung der OpenAM-Software, die es den Nutzern ermöglicht, die Maschinensteuerung zu modifizieren und neue Materialoptionen zu erschließen. Zudem wird das GrabCAD-Integrationssystem um „Parts on Demand“ erweitert, was die Synchronisierung mit den 3D-Druck-Services von Stratasys Direct verbessert.
Trotz der Herausforderungen zeigte das Unternehmen ein solides Wachstum im Bereich Verbrauchsmaterialien, mit einem Umsatzplus von 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies verdeutlicht die hohe Nutzung seiner 3D-Drucker.
Dr. Zeif fügte hinzu:
„Wir wissen, wie wichtig es ist, Investitionen in Innovationen mit einem fokussierten Ansatz für die wichtigsten Anwendungen des 3D-Drucks abzuwägen. Dies ist der Schlüssel, um unseren Kunden den größten Nutzen zu bieten und gleichzeitig den Wert für unsere Aktionäre zu maximieren.“
Stratasys stellt sich für die Zukunft auf
Das Unternehmen sieht seine Umstrukturierung als wesentlichen Schritt, um die Rentabilität zu steigern und gleichzeitig für zukünftige Marktchancen gut aufgestellt zu sein. Die verstärkte Konzentration auf wachstumsstarke Bereiche in Kombination mit Kosteneinsparungen soll sicherstellen, dass Stratasys bei der nächsten Erholung der Nachfrage gestärkt in den Markt zurückkehrt.






