Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) hat Nikon Corporation als Implementierungspartner für die Entwicklung innovativer Technologien zur Herstellung leichter, leistungsstarker und kostengünstiger Raumtransportsysteme ausgewählt. Im Rahmen des Space Strategy Fund (SSF) 2024 wird Nikon Metall-3D-Drucktechnologien erforschen und demonstrieren, um Präzisionsteile für die Raumfahrt mit kurzen Produktionszeiten und niedrigen Kosten herzustellen. Das berichtet Nikon in einer Pressemitteilung.
Metall-3D-Druck für große, präzise Bauteile

Das Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung und den Einsatz einer großformatigen Metall-3D-Druckplattform in Japan, die sich sowohl für die heimische Industrie als auch für den internationalen Markt eignen soll. Ziel ist es, eine Basistechnologie zu etablieren, mit der sich großflächige Metallkomponenten für Raumtransportsysteme effizient fertigen lassen.
Die Schwerpunkte des Projekts umfassen:
- Entwicklung von Anlagen und Verfahren zur additiven Fertigung großer Präzisionsteile für die Raumfahrt
- Erweiterung des Einsatzes von Metall-3D-Druck für Raketenbauteile, insbesondere für Triebwerke
- Verbesserung der Materialqualität durch optimierte Fertigungsprozesse
Nikon setzt auf moderne 3D-Drucklösungen
Nikon bringt in das Projekt seine Expertise in der optischen Präzisionstechnologie und seine modernen Metall-3D-Drucksysteme ein, darunter die SLM Solutions NXG XII 600. Zudem werden Forschungs- und Entwicklungszentren in Japan genutzt, um die Technologie voranzutreiben.
Das Unternehmen betrachtet den Bereich des digitalen Fertigungswesens, insbesondere den Metall-3D-Druck, als strategischen Geschäftszweig. Durch die Zusammenarbeit mit japanischen Unternehmen und Universitäten soll das Projekt dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit Japans in der additiven Fertigung für die Raumfahrt zu steigern.
Die Initiative ist Teil des Space Strategy Fund, der von mehreren japanischen Ministerien ins Leben gerufen wurde. Ziel des Fonds ist es, durch langfristige Investitionen in innovative Technologien den Markt zu erweitern, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen und neue Raumfahrt-Potenziale zu erschließen.
Weitere Informationen zu diesem Projekt sind in der offiziellen JAXA-Dokumentation hier abrufbar (nur in japanischer Sprache).
Mit der Auswahl von Nikon als Partner für die Entwicklung von Metall-3D-Drucktechnologien für die Raumfahrt unterstreicht JAXA die wachsende Bedeutung der additiven Fertigung für die Raumfahrtindustrie. Diese Technologie könnte den Bau von Raketentriebwerken und anderen komplexen Raumfahrtkomponenten in Zukunft deutlich effizienter und kostengünstiger gestalten.






