LogoIn keinem anderen Bereich als in der Medizin werden 3D-Drucker und die dazugehörigen Technologien so vielseitig eingesetzt. Jeden Tag kommen Forscher, Ärzte und Wissenschaftler, sei es in der Theorie oder in Praxis, auf erstaunliche Ideen, wie man 3D-Drucktechnik anwenden kann. Jetzt sind Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten der Ansicht, dass man die Vorteile dieser Technologie auch bei Föten zukünftig wirksam einsetzen könnte.

Das Colorado Institute for Maternal & Fetal Health hat derweil eine neue Methode, wie man Föten, die unter dem Verdacht stehen an Spina bifida zu leiden, mit 3D-Technik helfen kann. Diese Erkrankung bezeichnet eine Fehlbildung des Neuralohrs. Dabei kann es zu einem sogenannten Wirbelspann kommen, der später zu körperlichen und psychischen Behinderungen führen kann. In den USA und in Mitteleuropa kommt diese Erkrankung bei 1 von 1.000 geborenen Kindern vor.

Modelle
Schon so kleine Modelle könnten dabei helfen Missbildungen bei Föten zu heilen (Foto :© 3dprint.com

Vorbeugende Maßnahmen zur Entdeckung und Schließung des Wirbelspalts könnten durchaus getroffen werden, nur ist eine Operation an einem Fötus in der 22. Schwangerschaftswoche mit sehr hohen Risiken verbunden, sowohl für Mutter als auch für das ungeborene Kind. Was da helfen kann ist der Einsatz von 3D-Drucktechnologie, der sich auch bei anderen sehr komplizierten Eingriffen bewahrt hat.

Ein Team aus Forschern und Ärzten des Colorado Fetal Care Center besagten Instituts hat es jetzt geschafft genau die zu tun. Mit einer Art Schablone-Modell aus dem 3D-Drucker konnte erkannt werden, an welcher Stelle des Fötus die Spaltöffnung lag und welche Prozedur nötig sein müsste, um diesen so gut es geht zu schließen. So können zukünftig ungeborene Säuglinge behandelt und operiert werden.

Mit Sicherheit ist der Einsatz von 3D-Drucktechnik vor allem in diesen Bereich der Medizin eine große Herausforderung, da es zum einen in viel kleineren Dimensionen vonstatten geht und zum anderen, weil nicht nur ein Menschenleben von den Eingriffen abhängen kann. Die Neuigkeiten aus Colorado lassen aber hoffen, dass es eines Tages durchaus sein könnte, dass solche Operationen zum medizinischen Alltag gehören werden.

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