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Schädeldeformationen: 3D-Druck verbessert Behandlung

 21. August 2014  Andreas Krämer  

Einer der Hauptgründe für eine Schädeldeformation ist eine Steißlage oder fehlerhafte Lage während der Geburt. Der deformierte Kopf eines Neugeborenen wurde bislang mit handwerklich hergestellten Helmorthesen behandelt wodurch der Helm allerdings nicht immer optimal passt. Die Hochschule Coburg hat nun eine Helmorthese entwickelt, die modular aufgebaut ist und individuell an den Kopf eines Babys angepasst werden kann, berichtet die Hochschule in einer Pressemitteilung. Entwickelt haben die Helmorthese die beiden Studenten für Produkdesign Stefan Haeberlein und Sascha Schiwon.

Helmorthese aus 3D-Drucker
Helmorthese aus dem 3D-Drucker zu verbesserten Behandlung von Schädelformationen (Bild © hs-coburg.de).

Die neue Helmorthese sorgt für eine geringere Belastung des Kopfes und einer verstärkten Einbeziehung der Eltern in den Entwicklungsprozess der Orthese. Als erstes erhielt ein kleiner Patient die Helmorthese, die im 3D-Drucker entstand und zusammen mit Ingenieuren sowie Orthopädietechnikern entwickelt wurde.

Im Vorfeld wird der Kopf des Kindes mit einem 3D-Scanner erfasst und anschließend im einem CAD-Programm geformt. Danach wird die Orthese mit einem 3D-Drucker hergestellt und wegen ihres modularen Aufbaus ist nur der Austausch der Inlays im Verlauf der Behandlung erforderlich.

Die Behandlungskosten werden reduziert und der Stress für die Babys bzw. Kleinkinder minimiert. Die interne Belüftung der Helmorthese sorgt für eine Verbesserung des Tragekomforts, vor allem weil die Helme bis zu 23 Stunden täglich getragen werden müssen. Die Eltern können im Rahmen des Entstehungsprozesses entscheiden, welche Farbe und Form die Helmorthese haben soll.

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